Pressemitteilung

    VAD Vorstand Jörg Geller ist neuer Präsident des EAEPC

    (Merzig, den 21.11.2019) – VAD Vorstandsmitglied Jörg Geller ist auf der heutigen Generalversammlung des europäischen Dachverbandes der Parallel-Händler (European Association of Euro-Pharmaceutical Companies EAEPC) zum neuen Präsidenten gewählt worden.

    Zuvor war Jörg Geller bereits seit 2015 Mitglied des Vorstandes des EAEPC und hat in dieser Zeit die Entwicklung des Verbandes sowie des Marktes in Deutschland und Europa aktiv mitgestaltet. Der 57-jährige ist seit 22 Jahren beim deutschen Marktführer kohlpharma beschäftigt und seit 2010 dessen Geschäftsführer.

    Im Zuge seiner Wahl machte Geller insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Diskussion um den Importmarkt im Rahmen des GSAV nochmals auf die Bedeutung der Arzneimittelimporte aufmerksam. „In über 4 Jahrzehnten wurde der europäische Parallelhandel mehr und mehr zu einem bedeutsamen Marktfaktor für eine bezahlbare Arzneimittelversorgung in ganz Europa. Aktuelle Studien zeigen deutlich, dass der Parallelhandel mit Arzneimitteln auf Basis des freien Warenverkehrs im Binnenmarkt als das einzige Wettbewerbsinstrument bei patentgeschützten und verschreibungspflichtigen Präparaten der Schlüssel für Einsparungen bei den Krankenkassen und Patienten ist.“

    Für seine Amtszeit sieht Geller einige Herausforderungen. „Europa sieht sich im Wesentlichen zweier Probleme ausgesetzt, der Bezahlbarkeit und der Verfügbarkeit von Arzneimitteln. Auch in den kommenden Jahren wird unsere Branche den gesellschaftlichen Wert des Marktes nachweisen, indem wir weiterhin zu den benötigten Einsparungen beitragen und auch paneuropäische Lieferschwierigkeiten beseitigen helfen können.“

    Hintergrund:
    Der EAEPC repräsentiert den europäischen Parallelhandel mit Arzneimitteln, mit Mitgliedern aus 23 Ländern der EU/EFTA-Ländern. www.eaepc.org Laut einer Studie zu den indirekten Einspareffekten und -potentialen von Arzneimittel-Parallelimporten der inno AG im Auftrag der European Association of Euro- Pharmaceutical Companies (EAEPC) führen alleine die Preiszugeständnisse der Originalhersteller als Reaktion auf tatsächliche oder potenzielle Konkurrenz durch Parallelimporte bei patentgeschützten Arzneimittel in Deutschland zu sogenannten indirekten Einsparungen in Höhe von 2,6 Mrd. Euro pro Jahr zugunsten der gesetzlichen Krankenkassen.

    Zudem führt die gesetzlich geregelte Abgabe zu direkten Einsparungen aus den Preisunterschieden zwischen importierten Arzneimitteln und den identischen Produkten, die der Hersteller selbst in Deutschland vertreibt. Diese wurden in der Prognos Studie für 2017 ermittelt und belaufen sich auf 264 Millionen EUR.

    Direkte und indirekte Einsparungen durch Importarzneimittel belaufen sich somit in der Summe auf 2,86 Mrd. Euro.

    Für die Experten der inno erklären die direkten Einsparungen alleine jedoch nicht, warum sich die Originalhersteller seit jeher vehement gegen den Arzneimittel-Import wehren.
    Erst die indirekten Einsparungen würden deutlich machen, warum sich Originalhersteller so vehement gegen Importe und für höhere gesetzlich verpflichtende Preisunterschiede zwischen Original- und Import-Arzneimitteln einsetzen. Insbesondere letzteres würde den Import unattraktiv machen und somit die Konkurrenz durch den Re- und Parallel-Import reduzieren.