Pressemitteilung

    Tausende Arbeitsplätze in Gefahr – Rösler stärkt forschende Pharmakonzerne

    Merzig (26.03.2010) – „Das heute bekannt gewordene Eckpunktepapier aus dem BMG ist keineswegs geeignet, die Arzneimittelpreise dauerhaft zu senken“, so Edwin Kohl, Vorsitzender des Verbands der Arzneimittel-Importeure Deutschlands e. V. (VAD).

    Vielmehr sei mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. In Ländern mit Preisverhandlungen, aber ohne das Korrektiv des Arzneimittelimports, wie den USA und der Schweiz, liegen die Preise für patentgeschützte Arzneimittel deutlich über dem deutschen Niveau. Der Importhandel mit EU-Arzneimitteln habe dagegen in den letzen 30 Jahren das Preisniveau in Deutschland um über 25 % gesenkt und hindere die forschenden Pharmakonzerne durch vorgezogenen Wettbewerb daran, die Preise in Deutschland nach Belieben festzusetzen. Dadurch werden zur Zeit jährlich ca. 3 Mrd. EUR eingespart. Importarzneimittel haben heute in Deutschland einen Marktanteil von 25 % am patentgeschützten Markt und sind das einzige funktionierende Preiskorrektiv in
    diesem Segment.

    Durch den für drei Jahre geltenden Herstellerzwangsrabatt von 16 %, der sich durch die Preisunterschiede in Europa nicht refinanzieren lässt, soll dieses den Herstellern unliebsame Wettbewerbsinstrument nun beseitigt werden.

    „Dadurch werden die Kassen nicht nur kurzfristig zusätzlich belastet, sondern auch ca. 4.000 direkte und eine gleiche Anzahl indirekter Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen vernichtet“, so Kohl weiter.