Pressemitteilung

    Pressemitteilung des Verbandes der Arzneimittelimporteure Deutschlands e.V. (VAD)

    Merzig, 12. Juni – Zu den Äußerungen des Verbandsvorsitzenden der Versandapotheken Christian Buse angesichts der Vorwürfe, der Apothekenversandhandel begünstigte den Vertrieb gefälschter Arzneimittel, erklärte das Vorstandsmitglied des Verbandes der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD) Jörg Geller:

    “Es lässt sich nicht bestreiten, daß das Problem der gefälschten Arzneimittel primär mit dem zunehmenden Internethandel und auf diesem Markt tätigen unseriösen Anbietern begründet ist.“

    Darauf reagiert jetzt die Politik.

    Das ist dem Verband der Versandapotheken auch bewusst. Der Versuch seines Vorsitzenden wider besseres Wissen , die Re- und Parallelimporte von Originalarzneimitteln in die Nähe der Fälschung zu rücken, ist plump und verantwortungslos.

    Alle Arzneimittel aus Re- und Parallelimporten sind Originale aus der Produktion des jeweiligen Arzneimittelherstellers. Sie unterliegen seiner Qualitätskontrolle und werden bei in der europäischen Union tätigen Großhändlern bezogen. Im Zuge des Kennzeichnungsprozesses werden die importierten Arzneimittel nochmals einer Kontrolle durch den
    jeweiligen Importeur unterzogen. In der über 30jährigen Geschäftstätigkeit von Arzneimittelimporteuren in Deutschland ist nicht ein Fall bekannt geworden, daß ein Importeur ein gefälschtes Arzneimittel auf den Markt gebracht hätte. So haben die Importeure alleine in 2007 über 33 Millionen Packungen in Deutschland vertrieben.

    Folgerichtig hat auch die Bundesregierung in einer Stellungnahme gegenüber der EU-Kommission deutlich gemacht, dass
    Arzneimittelfälschung nicht durch den Re- und Parallelimport auf den Markt gelangten und es sich um zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte handele, die nichts miteinander zu tun haben. Nach Auffassung der Bundesregierung muss der Parallelimport erhalten bleiben, weil er Wettbewerb schafft und die Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten um über 200 Mio. Euro jährlich entlastet.

    Geller fügte abschließend hinzu, dass er die Nervosität von Buse angesichts der politischen Debatte um die Verantwortung des Versandhandels bei Arzneimittelfälseken auf chungen verstehe. Es sei aber klar, daß Fälschungen auch nicht über zugelassene europäische Vereken auf den Markt gelangen würden, die der Kontrolle der jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörden unterstünden. Allerdings müssten die Versandapotheken ihr Problem schon selbst lösen. Das Zeigen auf unbeteiligte Dritte werde den Versandhandelsapotheken eher schaden.