Pressemitteilung

    Presseerklärung des VAD

    Heute Mittag (10. Dezember 2008) hat Kommissar Günter Verheugen sein lang erwartetes Arzneimittelpaket vorgestellt. Zuvor hatte es die Europäische Kommission offiziell einstimmig angenommen.

    Das Arzneimittelpaket besteht aus

    – einer Mitteilung, die einen Reflexionsprozess über Möglichkeiten zur Verbesserung des Marktzugangs in Gang bringen und die Initiativen im Bereich der Arzneimittelforschung in der EU fördern soll

    – einem Vorschlag zur Bekämpfung der  immer häufiger auftretenden Arzneimittelfälschungen und illegalen Verbreitung von Arzneimitteln

    – Vorschlägen über die Bereitstellung von hochwertigen, für die Bevölkerung leicht zugänglichen Informationen über verschreibungspflichtige Arzneimittel

    – Vorschlägen für einen besseren Schutz der Patienten durch den Ausbau des EU-Systems zur Sicherheitsüber wachung für Arzneimittel („Pharmako- vigilanz“)

    Die Annahme des Pakets war bereits für Ende Oktober 2008 erwartet worden. Diese musste jedoch mehrfach verschoben werden, da Verheugen auf entschiedenen Widerstand anderer Kommissare stieß. Ein komplettes Verbot des Parallelhandels zur Bekämpfung gefälschter Arzneimittel sahen sie als nicht gerechtfertigt und zweckmäßig an. In kontinuierlicher  und beharrlicher Arbeit hat der Verband der Arzneimittel-Importeure Deutschlands  e.V. (VAD) immer wieder betont und nachgewiesen, dass der Parallelhandel vielen Menschen nutzt und niemandem schadet. Mit detaillierten Informationen haben sie die Kommission zu einem Vorschlag bewegen können, mit dem sich die Parallelhändler durchaus anfreunden können. Die Mitglieder des VAD haben schon immer die Echtheit der Medikamente geprüft und werden dies auch weiterhin in der gewohnt verantwortungsvollen Art und Weise tun.