Pressemitteilung

    Österreichische Apothekerkammer sieht Gewinnstreben der Hersteller als Ursache von Lieferengpässen

    (Merzig, den 09.10.2019) – Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind inzwischen ein paneuropäisches Problem. Ähnlich wie in Deutschland unternimmt auch in Österreich der dortige Herstellerverband Pharmig den Versuch, den europäischen Parallelhandel für Engpässe verantwortlich zu machen. Tatsächlich sind aber fast immer die Hersteller für die Probleme verantwortlich.

    Die Österreichische Apothekerkammer-Präsidentin Dr. Mursch-Edlmayr stellt in einer Pressemitteilung vom 7. Oktober 2019 daher klar: „Die Gründe, warum so viele Arzneimittel nicht lieferbar sind, mögen vielschichtig sein, haben aber definitiv nichts mit klassischen öffentlichen Apotheken zu tun, sondern oft mit den Herstellern. Diese verfolgen vorrangig wirtschaftliche Interessen, anstatt ihrem Versorgungsauftrag gegenüber den Menschen nachzukommen.“

    In einer Pressemitteilung vom 3. Juli 2019 hatte die Kammer bereits die Monopolisierung des Rohstoff- und Arzneimittelmarkts und die Billigpreispolitik der österreichischen Sozialversicherungen sowie die daraus folgende Abwanderung der Produktion aus Europa für die Lieferengpässe mitverantwortlich gemacht.