Pressemitteilung

    Jetzt sind die Krankenkassen am Zug: Arzneimittelpreise öffentlich machen!

    Merzig (10.04.12) – Zur aktuellen Debatte um die CDU-Forderung nach „Geheimpreisen für die Pharmaindustrie“ erklärt das Vorstandsmitglied des Verbandes der Arzneimittel-Importeure Deutschlands e.V. (VAD), Jörg Geller:
    Schluss mit der Phantomdebatte: Kein Gesetz, kein Lobbyverband darf und wird erreichen können, dass die Arzneimittelpreise in Deutschland geheime Verschlusssache bleiben.
    Die Krankenkassen verhandeln mit ihrer Nachfragemacht die Preise mit der Pharmaindustrie. Niemand kann sie daran hindern, diese Rabattpreise zu veröffentlichen.

    Der VAD fordert die Krankenkassen im Sinne der Transparenz und der fairen Marktgestaltung auf, – unabhängig von den offiziellen Preislisten – in Rabattverhandlungen erzielte Ergebnisse zu veröffentlichen. Die Unternehmen des VAD ihrerseits werden dies ebenfalls tun, wo immer es möglich ist.

    Transparenz ist eine wesentliche Bedingung eines funktionierenden Marktes. Ohne Kenntnis der Preise des Inlands können Importarzneimittel nicht angeboten werden, da sie per Gesetz billiger sein müssen als die Originalarzneimittel, um vorrangig abgegeben zu werden. Schon heute weiß kein Apotheker, welches Medikament für eine Kasse preiswerter ist, da dies von unbekannten Rabatten, Abschlägen und Verhandlungen zwischen den einzelnen Herstellern und den Kassen abhängig ist.