Pressemitteilung

    Europäischer Verband der Arzneimittel-Importeure EAEPC wird zu „Affordable Medicines Europe“

    • Neue Studien zu Kosteneinsparungen durch Arzneimittel-Importe in EU-Ländern
    • Arzneimittel-Importe helfen Medikamenten-Lieferengpässe zu bewältigen

     

    Brüssel, 22. Januar 2020. Der Europäische Verband der Euro-Pharmazeutischen Unternehmen, EAEPC, ändert seinen Namen in „Affordable Medicines Europe“ (Bezahlbare Medikamente Europa). Dies gab der Verband heute auf einer Veranstaltung in Brüssel bekannt, bei der er neue Studien zu den Einsparungen durch parallel importierte Arzneimittel in verschiedenen Ländern der EU präsentierte. „Der neue Name spiegelt die Daseinsberechtigung unserer Branche besser wider, nämlich Arzneimittel für die Gesundheitssysteme und Patienten in der EU erschwinglicher zu machen,“ sagte Jörg Geller, Präsident von Affordable Medicines Europe. „Zum Wohle der Patienten treten wir in einem sicheren und regulierten Rahmen wirksam gegen die gezielte Kontingentierung von Arzneimitteln durch die Hersteller in den einzelnen Landesmärkten an.“ Importe preisgünstiger Original-Arzneimittel stellen oft den einzigen Wettbewerb zu den hochpreisigen Produkten der Pharmahersteller dar – insbesondere bei patentgeschützten Arzneimitteln.

    Erhebliche Kosteneinsparungen für die EU-Gesundheitssysteme

    Neue Studien weisen direkte und indirekte Kosteneinsparungen durch Parallelimporte von insgesamt rund 3,2 Milliarden Euro in Polen, Deutschland, Schweden und Dänemark im Jahr 2018 aus (Polen 124 Mio. €, Deutschland 2,8 Mrd. €, Schweden 235 Mio. € und Dänemark 82 Mio. €.). „Die Untersuchungen bestätigen, was Kostenträger im Gesundheitswesen seit Jahrzehnten betonen: Parallelimporte sind unerlässlich, um Arzneimittel bezahlbar zu halten. Dies gilt nicht nur für die westlichen EU-Länder, sondern auch für Märkte wie Polen, in denen das Volumen der Parallelimporte schnell zunimmt,“ so Jörg Geller weiter.

    Arzneimittel-Importe mildern Lieferengpässe

    Arzneimittel-Importe helfen zudem, Lieferengpässe von Medikamenten zu bewältigen. „2019 haben wir dazu beigetragen, Lieferengpässe von Dänemark bis Spanien, vom Vereinigten Königreich bis Bulgarien zu mildern, indem wir kurzfristig Überbestände aus anderen EU-Ländern einführten,“ sagt Jörg Geller. Diese Engpässe werden überwiegend durch produktionstechnisch bedingte Lieferprobleme und gezielte Lieferbeschränkungen seitens der Hersteller verursacht und seien grundsätzlich langfristig politisch zu lösen.