Verband der Arzneimittel-Importeure


    Wir vertreten die Interessen von führenden Arzneimittel-Importeuren in Deutschland

    Parallelhandel


    Vorteile für Gesundheitssystem und Patienten

    Position


    4 mal im Jahr erscheint der PHARMACEUTICAL DIALOGUE in Brüssel und der POLITIKBRIEF in Berlin.

    Willkommen bei VAD

    Import-Arzneimittel sind günstiger. Wie funktioniert das?

    EU-Import-Arzneimittel sind überwiegend patentgeschützte Originalpräparate.

     

    Aufgrund unterschiedlicher Preisniveaus innerhalb der EU können sie in Deutschland günstiger verkauft werden. Da Deutschland bei patentgeschützten und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein Hochpreisland ist, profitiert das deutsche Gesundheitssystem durch importierte Arzneimittel maßgeblich.

     

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    Über uns

    Der Verband der Arzneimittel-Importeure Deutschlands e.V. (VAD) vertritt die Interessen von führenden Arzneimittel-Importeuren in Deutschland.

    Der 2000 ins Leben gerufene Verband setzt sich gegenüber der Politik, den Institutionen des Gesundheitswesens sowie der Öffentlichkeit für die Belange der Branche ein.

    Der VAD fördert den Gedanken- und Informationsaustausch innerhalb der Branche und verbessert – etwa durch öffentliche Veranstaltungen – den allgemeinen Wissensstand im Bereich Importarzneimitteln.

     

    Die Mitglieder des Verbands repräsentieren derzeit über 50 Prozent des Umsatzes mit parallel- und reimportierten Arzneimitteln in Deutschland.

     

    Als Branchenverband verfolgen wir eine überzeugende, kohärente und transparente Politik. Damit stellen wir sicher, dass die durch den Parallel- und Reimport erzielten sozialen und wirtschaftlichen Gewinne von Regierungen, Behörden und der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

     

    eu_gesundheitsmarkt

    EU-GESUNDHEITSMARKT

    Wir fördern die Entwicklung des Parallel- und Reimports als Mittel zur Errichtung eines einheitlichen Marktes in der EU, der alle Bürgerinnen und Bürger mit Medikamenten zu annehmbaren Preisen versorgt.

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    freier_wettbewerb

    FREIER WETTBEWERB

    Wir stellen die in den Römischen Verträgen festgelegten Prinzipien des uneingeschränkten Wettbewerbs (gemäß der Artikel 81 und 82 EGV) und des freien Warenverkehrs (gemäß der Artikel 28 und 30 EGV) sicher.

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    arzneimittelzulassung

    ARZNEIMITTELZULASSUNG

    Wir analysieren die Verfahren und Auswirkungen von Arzneimittel-zulassungen durch die Aufsichtsbehörden sowie Herstellung, Vertrieb und Lieferung von Pharmazeutika im Parallel- und Reimport.

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    Unsere Aufgaben - gemäß den Verbandssatzungen - sind insbesondere:

    • Förderung eines Gedanken- und Informationsaustausches zwischen den maßgeblichen Beteiligten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens;
    • Vertretung der gemeinsamen Interessen gegenüber dem Gesetzgeber, Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), Apothekerverbänden und sonstigen Gesundheitsinstitutionen;
    • Abgabe von Stellungnahmen gegenüber Parlamenten, Regierungen, Behörden und Dritten;
    • Durchführung von Veranstaltungen mit dem Ziel, den Wissensstand und die Qualifikation im Bereich Importarzneimittel anzuheben und mitzuhelfen, die Voraussetzungen für Qualitätsstandards zu schaffen, also die Tatsache zu berücksichtigen, dass die Herstellung und der Vertrieb von importierten Arzneimitteln besondere Verpflichtungen gegenüber der Allgemeinheit mit sich bringen;
    • Rechtliche Durchsetzung – gegebenenfalls gerichtlich – der Interessen der Mitglieder;
    • Kommunikation mit der Öffentlichkeit über die Belange der Mitgliedsunternehmen.

    Organisation

    Edwin Kohl

    Vorstandsvorsitzender
    (kohlpharma GmbH)

    Dirk Oltersdorf

    Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
    (EMRA-MED Arzneimittel GmbH)

    Jörg Geller

    Schatzmeister
    (kohlpharma GmbH)

    Thilo Bauroth

    Schriftführer
    (kohlpharma GmbH)

    Verbandsmitglieder

    VAD


    Wir verfolgen eine überzeugende, kohärente und transparente Politik.

    Parallelhandel

    Der Parallelhandel nutzt Preisdifferenzen zwischen verschiedenen nationalen Arzneimittelmärkten innerhalb der EU: Medikamente werden in einem Land günstig eingekauft und anschließend in einem anderen Land – etwa Deutschland – zu einem niedrigeren Preis als das für den dortigen Markt produzierte Präparat abgegeben. Den Gesundheitssystemen ebenso wie den Patienten erwachsen daraus zahlreiche Vorteile.

     

    DER PARALLELVERTRIEB VON MEDIKAMENTEN…

    …bietet innovative Originalprodukte zu niedrigeren Preisen an.
    …ermöglicht Kosteneinsparungen für das Gesundheitswesen und den Verbraucher.
    …beschleunigt die Integration des innereuropäischen Marktes.
    …fördert den Wettbewerb.
    …schafft ein Gegengewicht zur Monopolsituation des Patentrechts.
    …bietet Apothekern und Patienten mehr Auswahlmöglichkeiten.
    …schafft neue Geschäftsfelder und damit neue Arbeitsplätze.

    Funktionsweise

    Obwohl in fast allen EU-Mitgliedstaaten Arzneimittelpreise einer staatlichen Einflussnahme unterliegen, gibt es zwischen einzelnen Ländern deutliche Preisdifferenzen für ein und dasselbe Arzneimittel. Auf dieser Grundlage hat sich seit Ende der 70er Jahre eine europaweite Im- und Exporttätigkeit aufgebaut.

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    Bedeutung

    Der Parallelimport ist eine Erfolgsgeschichte. Er generiert Umsätze in Milliardenhöhe, schafft neue und sichere Arbeitsplätze und ermöglicht den europäischen Gesundheitssystemen enorme Einsparungen. Zu Recht ist die Bedeutung des Importhandels auch politisch anerkannt und wird – etwa durch die Abgabepflicht für Apotheken – nachdrücklich gefördert.

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    Sicherheit

    Für Parallel- und Reimporte gelten die gleichen Standards wie für alle anderen Arzneimittel. Sie unterliegen strengen Zulassungs- und Überwachungskriterien durch nationale und europäische Behörden. Parallel- und reimportierte Arzneimittel entsprechen in Zusammensetzung und Wirkung dem in Deutschland zugelassenen Markenpräparat.

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    Einwände

    Der Parallelhandel ist in die Kritik geraten. Insbesondere den multinationalen Pharmakonzernen ist er ein Dorn im Auge, da die Parallelprodukte den Direktimporten der Hersteller Konkurrenz machen und die Preise drücken. Wir möchten den ungerechtfertigen Vorwürfen entgegen treten.

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    Fachbegriffe

    Finden Sie passende Erklärungen in unserem Glossar der Fachbegriffe.
    Quelle: VAD-Jubiläumsbroschüre "30 Jahre Parallelhandel mit Arzneimitteln", Merzig 2009.

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    Position

    Der Parallelhandel sorgt seit Mitte der 70er Jahre für eine preisgünstigere Versorgung mit Medikamenten. Der VAD informiert in regelmäßigen Abständen die Entscheider auf europäischer und nationaler Ebene. Dazu erscheint jeweils vier mal im Jahr der PHARMACEUTICAL DIALOGUE in Brüssel und der POLITIKBRIEF in Berlin.

    Pharmaceutical Dialogue
    Ausgabe 63 (September 2018)

    Parallel trade or parallel distribution is a business often attacked and more often misunderstood.

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    Politikbrief
    Ausgabe 2/2017

    den Herstellern patentgeschützter Arzneimittel ist der Parallelhandel seit jeher ein Dorn im Auge, oder wie es der renommierte Bremer Gesundheitsökonom, langjähriges Mitglied des Sachverständigenrates im Gesundheitswesen, Prof. Dr. Gerd Glaeske bereits vor Jahren einmal anerkennend äußerte, der „Stachel im Fleisch“ [...]

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    Presse

    Pressekontakt

    karsten_wurzer

    Karsten Wurzer

    Tel: +49 – (0) 6867 / 920-1271

    Mail: kontakt@vad-news.de
    Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns. Aktuelle Pressemeldungen und Downloads finden Sie auf den nachfolgenden Seiten. Sollten Sie weitere Bilder oder Materialien benötigen, kommen Sie gerne auf uns zu.

    Pressemitteilungen

    28.08.2018
    Task Force zieht teilweise falsche Schlüsse

    (Merzig, den 28.08.2018) – Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) reagiert mit große Verwunderung auf den vorläufigen Abschlussbericht der Task Force „Lunapharm“ des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg. In der vorläufigen Aufarbeitung um das offensichtlich kriminelle Handeln eines Kleinsthändlers und dem eklatanten Versagen der Arzneimittelaufsicht im Kontext von illegal gehandelter Arzneimittel aus Diebstählen zieht die Task Force teilweise die falschen Schlüsse.

    Zur Beurteilung des Behördenversagens führt der vorläufige Bericht u.a. detailreich die umfangreichen nationalen und europäischen Rechtsgrundlagen und Regularien für den Parallelhandel innerhalb des europäischen Binnenmarktes mit Arzneimitteln sowie die Aufgaben und Verpflichtungen der behördlichen Arzneimittelüberwachung auf.
    Aus dem gesamten Bericht kann jedoch in keiner Weise die Forderungen nach Streichung des §129 Absatz 1 Satz 1 Nr. SGB V (Preisgünstigkeitsklausel) sowie die Befürwortung für ein generelles Verbot des Parallelvertriebes von Arzneimitteln in der EU begründet abgeleitet werden.
    Jedoch finden sich in den „Beurteilungen der Regelung und Begründung für ihre Streichung“ (Punkt 9.2), fast wortgleich die Ausführungen der ABDA/DAV wieder. Dies verwundert kaum, da mit Prof. Dr. Martin Schulz der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker (AMK) sitzt, der gleichzeitig als Geschäftsführer Pharmazie der ABDA die übergeordnete Instanz des AMK bildet.

    Die Ausführungen passen jedoch in keiner Weise zu den jährlichen „AMK Spontanberichten zu Qualitätsmängeln und unerwünschten Wirkungen“. Die sogenannten Verdachtsberichte gehen über die letzten Jahre in 0,2 bis 0,9 Prozent der Fälle insgesamt von Manipulationen/Fälschungen aus. Ebenso berichtet das AMK in einem Faktenblatt ARZNEIMITTELFÄLSCHUNGEN mit Stand 6. März 2018 im Bezug auf Arzneimittelfälschungen im legalen Vertriebsweg, dass zwischen 1996 bis Anfang 2008 dem Bundeskriminalamt (BKA) insgesamt 49 Fälle von Arzneimittelfälschungen in der legalen Verteilerkette bekannt wurden, davon 11 Totalfälschungen. Von 38 dieser Fälle war (auch) Deutschland betroffen. Weitere oder neuere Daten werden nicht erwähnt. Zudem spricht die AMK von „mehrere Einzelfälle von gefälschten Arzneimitteln“, die in den vergangenen Jahren in der Apotheke oder dem pharmazeutischen Großhandel aufgetaucht sind und bezieht sich dabei auf verschiedene Rückrufe, „darunter Medikamente gegen Magenerkrankungen und Hepatitis, sowie verschiedene Re- bzw. Parallelimporte gegen diverse Indikationen“.

    Eine Forderung zur Abschaffung der Importförderung oder Streichung der Importquote oder gar ein komplettes Handelsverbot von Arzneimitteln in der EU findet sich hier jedoch nicht. Die AMK als Fachgremium respektive Prof. Dr. Schulz als anerkannter Pharmakologe haben sich offenkundig von Teilen der Standesführung für deren standespolitischen Ziele instrumentalisieren lassen.

    In der gleichen Logik müsste die AMK und die ABDA mit Blick auf Fälschungsfälle (z.B. Omeprazol) und systematischen Verunreinigung beim Produktionsprozess (Stichwort: Valsartanskandal) auch die Abschaffung der Rabattverträge für Generika sowie ein grundsätzliches Vertriebsverbot fordern.

    Um es nochmals klar aufzuzeigen. Mit dem legalen und politisch gewollten Handel mit Arzneimitteln innerhalb der Europäischen Union hat der „Lunapharmskandal“ um gestohlenen Arzneimittel aus griechischen Krankenhäusern jedoch nichts zu tun. Der eigentliche Skandal im aktuellen Fall liegt in den offenkundig illegalen Aktivitäten eines Kleinsthändlers und der mangelhaften Koordination und Kooperation der zuständigen Ermittlungsbzw. Aufsichtsbehörden. Beides ist auch über den vorläufigen
    Abschlussbericht hinaus weiterhin lückenlos aufzuklären und konsequent nach der bereits bestehenden und ausreichenden Rechtslage zu sanktionieren.

    Für den Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands e.V. (VAD) ist der Kampf gegen die organisierte Kriminalität und die Absicherung der regulären Lieferkette für Arzneimittel eine Gemeinschaftsaufgabe aller Marktakteure in Verbindung mit einem klaren und problemorientierten Rechtsrahmen sowie wachsamer und durchsetzungsstarker Aufsichtsbehörden. Die legale Lieferkette in Deutschland ist grundsätzlich sicher. Vor kriminellen Angriffen ist jedoch kein Versorgungssystem per se immun, sodass die Sicherungssysteme im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben des Arzneimittelrechtes, der GMP sowie GDP und der Qualitätssicherungs- und die Qualitätskontrollmechanismen der pharmazeutischen Unternehmen, der Großhändler und der Apotheken funktionieren müssen. Gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden wird somit die Arzneimittelsicherheit für die Patienten gewährleistet. Zudem sind die Importeure bereits in der Erprobung an securPharm beteiligt.

    Aus Sicht des VAD gibt es grundsätzlich kein erhöhtes Fälschungsrisiko beim Handel von Arzneimitteln über die zugelassenen pharmazeutischen Großhändler in den Ländern der Europäischen Union. Wir fordern jedoch, dass die Europäische Union dafür sorgen muss, dass es bei der Zulassung und Kontrolle von Großhändlern, Parallelhändlern und Apotheken mit Großhandelserlaubnis keine Qualitätsunterschiede in den Mitgliedstaaten gibt. Daher müssen die strengen Sicherheitsstandards im Zuge der Aufsicht durch die jeweiligen Behörden aller Mitgliedstaaten gleichermaßen durchgesetzt werden. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Großhandelszulassung zu überprüfen und ggf. zu verschärfen. Der VAD fordert zudem, dass das zentrale Register der EMA aller in der EU zugelassenen Großhändler von allen Mitgliedsstaaten vollständig gepflegt wird.

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    25.07.2018
    Beckers Scheindiskussion

    Forderungen des DAV Vorsitzenden zeugen von wenig Marktkenntnis

    (Merzig, den 25.07.2018) – Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) widerspricht mit aller Deutlichkeit dem neuerlichen Versuch des Deutschen Apothekenverbandes (DAV) den Arzneimittelimport als Einfallstor für Fälschungen zu brandmarken.
    Mit dem legalen und politisch gewollten Handel mit Arzneimitteln innerhalb der Europäischen Union hat der jüngst öffentlich bekanntgewordene Skandal um gestohlenen Arzneimittel aus griechischen Krankenhäusern jedoch nichts zu tun. Der eigentliche Skandal im aktuellen Fall liegt in den offenkundig illegalen Aktivitäten eines Kleinsthändlers und der mangelhaften Koordination und Kooperation der zuständigen Ermittlungs- bzw. Aufsichtsbehörden. Beides ist lückenlos aufzuklären und konsequent nach der bereits bestehenden und ausreichenden Rechtslage zu sanktionieren. Wenn auch viel zu spät, ist der zwischenzeitliche Entzug der Großhandels- und Herstellererlaubnis des
    betreffenden Händlers daher zu begrüßen.

    Die generelle Forderung von Herrn Becker nach sofortiger Streichung der selbstverhandelten Importquote des Rahmenvertrages als Konsequenz des aktuellen Skandals um die Verfehlungen eines Großhändlers ist daher weder sachgerecht noch zielführend und zeugt insgesamt von wenig Marktkenntnis des DAV Vorsitzenden. Die Erfüllung der Importquote verursacht ebenso wenig einen „erheblichen bürokratischen Aufwand“. Herr Becker scheint vergessen zu haben, dass sie das Ergebnis eines zwischen den Organen der Selbstverwaltung geschlossenen Vertrages zur sachgerechten Präzisierung und geregelter, einfacher Umsetzung der Importförderung des § 129 SGB V (sog. Preisabstandsregel) im Apothekenalltag sein soll. Wollte Herr Becker ernsthaft den „bürokratischen Aufwand“ in der Apotheke verbessern, könnte er mit seinem Vertragspartner beispielsweise die Erfüllung der Importquote über alle Kassen anstreben.

    Die Forderung in der Scheindiskussion von Herrn Becker nach „Spielraum, um sich bei Sicherheitsbedenken im Einzelfall gegen ein Importmedikament entscheiden zu können“, verkennt oder lässt bewusst aus, dass die von ihm verhandelte Importquote 5% und nicht 100% beträgt. Zudem haben die Apotheken jederzeit die Möglichkeit bei einem in Zweifel geratenen Anbieter nicht mehr zu bestellen.

    Die vom DAPI im Auftrag des DAV errechneten Angaben zu abgegeben Packungen und den Einsparungen sind nicht nachvollziehbar. In der Frage der Wirtschaftlichkeit sind die direkten Einsparungen im patentgeschützten Segment durch Importe in Höhe von um die 245 Mio. Euro pro Jahr auf Basis verfügbarer Marktdaten (u.a. abdata, etc.) transparent und problemlos zu berechnen. Dabei sparen die Gesetzlichen Krankenkassen alleine durch preisgünstige Präparate (15% oder 15 Euro günstiger) über 185 Mio. Euro.

    Zudem vermischt Herr Becker zum wiederholten Male die Einsparungen durch importierte patentgeschützte und verschreibungspflichtige Originale mit den angegeben 4 Mrd. Euro durch die Rabattverträge bei Generika. Die Einsparungen durch geheime Rabattverträge bei Generika sind jedoch von Außenstehenden mangels Referenzwerten nicht zu berechnen. Sollte Herr Becker die Rabattverträge für Rx-Präparate nach früher Nutzenbewertung meinen, so führt die Logik der Preisabstandsklausel des §
    129 SGB V auch bei diesen Präparaten dazu, dass der Import preisgünstiger sein muss, um auf die Importquote anzurechnen. Dass dieser Preiswettbewerbsmechanismus funktioniert und zu Preissenkungen und Einsparungen führt, sieht man in dem fortgesetzten Versuch der Hersteller, die verhandelten Preise so lange wie möglich intransparent und geheim zu halten.

    Leider trägt seine Import-Diskussion mittlerweile „trumpsche“ Züge. Als oberster Vertreter der wirtschaftlichen Interessen der Apothekeninhaber wäre Herr Becker besser beraten, sich mit ähnlicher Kraft lieber an der Honorardiskussion zu beteiligen. Den Vor-Ort- Apotheken drohen hier gleich an zwei Fronten massive Ertragsverluste. Sowohl die Berechnung des geringeren kostendeckenden Fixums des 2hm Gutachten als auch der aktuell vorliegende Gesetzesentwurf Rabatte und Skonti im Einkauf auf die variablen
    3,15 % des Großhandels zu deckeln, werden schweigend zur Kenntnis genommen und nicht inhaltlich diskutiert. In Berlin machen hingegen bereits Gerüchte die Runde, dass der DAV letzteres gar gutiert.

    Hintergrund:
    Für den Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands e.V. (VAD) ist der Kampf gegen die organisierte Kriminalität und die Absicherung der regulären Lieferkette für
    Arzneimittel eine Gemeinschaftsaufgabe aller Marktakteure in Verbindung mit einem klaren und problemorientierten Rechtsrahmen sowie wachsamer und durchsetzungsstarker Aufsichtsbehörden. Die legale Lieferkette in Deutschland ist grundsätzlich sicher. Vor kriminellen Angriffen ist jedoch kein Versorgungssystem per se immun, sodass die Sicherungssysteme im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben des Arzneimittelrechtes, der GMP sowie GDP und der Qualitätssicherungs- und die Qualitätskontrollmechanismen der pharmazeutischen Unternehmen, der Großhändler und der Apotheken funktionieren müssen. Gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden wird somit die Arzneimittelsicherheit für die Patienten gewährleistet. Zudem sind die Importeure bereits in der Erprobung an securPharm beteiligt.

    Aus Sicht des VAD gibt es grundsätzlich kein erhöhtes Fälschungsrisiko beim Handel von Arzneimitteln über die zugelassenen pharmazeutischen Großhändler in den Ländern der Europäischen Union. Wir fordern jedoch, dass die Europäische Union dafür sorgen muss, dass es bei der Zulassung und Kontrolle von Großhändlern, Parallelhändlern und Apotheken mit Großhandelserlaubnis keine Qualitätsunterschiede in den Mitgliedstaaten gibt. Daher müssen die strengen Sicherheitsstandards im Zuge der Aufsicht durch die jeweiligen Behörden aller Mitgliedstaaten gleichermaßen durchgesetzt werden. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Großhandelszulassung zu überprüfen und ggf. zu verschärfen. Der VAD fordert zudem, dass das zentrale Register der EMA aller in der EU zugelassenen Großhändler von allen Mitgliedsstaaten vollständig gepflegt wird.

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    25.07.2018
    VAD weist Herrmanns persönlichen Feldzug gegen Importe zurück

    (Merzig, den 25.07.2018) – Es überrascht nicht, dass nun auch der Chef der AOK Baden-Württemberg die Gunst der Stunde zu erkennen glaubt, um mit alten Zahlen über vermeintlich niedrige Einsparungen durch Importe bei seiner Kasse und nicht nachprüfbare Zahlen bezüglich der Einsparungen durch Rabattverträge seinen persönlichen Feldzug gegen Importarzneimittel weiter zu führen.
    Beim Thema Intransparenz sitzt Herr Herrmann im Glashaus und sollte nicht mit Steinen werfen. Während die Preise für Importarzneimittel aller Wettbewerber jederzeit transparent in der Taxe nachzuvollziehen sind, kennt niemand seine verhandelten Rabattpreise. Zu dieser Transparenz wäre er nach dem Informationsfreiheitsgesetz mindestens auf Nachfrage verpflichtet.
    Herr Hermann ist dagegen wesentlich verantwortlich für Lieferengpässe im generischen Markt in Deutschland, da er mit rücksichtslosen Preisverhandlungen Bedarfsplanung und Produktion in Deutschland fast unmöglich gemacht hat. Letztlich wird Herr Hermann durch Oligopolisierung des generischen Marktes vermeintliche Einsparungen aufs Spiel setzen und zu nachhaltig höheren Preisen beitragen.
    Es ist zudem erstaunlich, dass insbesondere Herr Hermann staatliche Eingriffe („Planwirtschaft“) im Gesundheitsmarkt kritisiert und als Chef einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts den Wettbewerbskommissar spielt. Der Gesundheitsmarkt ist ein besonderer Markt, da er beitragsfinanziert ist und die Nachfrage nach Leistungen einschl. Medikamenten nicht in der freien Verbraucherentscheidung liegt, sondern sich aus der Morbidität respektive der ärztlichen Verschreibung ergibt. Wenn Herr Hermann ein grundsätzliches Problem mit staatlichen Eingriffen bzw. Rahmengesetzgebungen hat, müssten auf seiner Agenda für die Abschaffung „vermeintlicher Steuerungselemente aus der planwirtschaftlichen Steinzeit“ beispielsweise auch Forderungen nach Abschaffung des Herstellerabschlages oder des Apothekenabschlages stehen, die gleichsam zu Einsparungen für die Kassen führen.

    Herr Hermann bemängelt die Umgangsregelungen zur Abgabe, sowie den Malus und die Erfüllung der Importquote über alle Kassen und vergisst dabei, dass er diese selbstgemachten Regelungen mit seinem Rahmenvertragspartner gerne zugunsten der Apotheker jederzeit verändern kann. Apotheken, die im Sinne der wirtschaftlichen Abgabeverpflichtung und der Einsparungen für die Kostenträger handeln, würden sich sicher über eine Auszahlung eines Bonus freuen.

    Importe bewirken neben direkten Einsparungen aus den Preisunterschieden zu den jeweiligen Bezugsarzneimitteln Wettbewerb in dem Marktsegment der patentgeschützten Arzneimittel, das sich ansonsten Wettbewerb weitestgehend entzieht. Die AOK Baden-Württemberg hält mehrere Rabattverträge für patentgeschützte Substanzen, die sie ohne Wettbewerb durch Importarzneimittel sicherlich nicht hätten abschließen können. Etwa 60 Anbieter von Importarzneimitteln stehen im Wettbewerb zueinander und sorgen für niedrigere Preise in einem Markt patentgeschützter Arzneimittel.
    Ein weiterer, allerdings schwer meßbarer Effekt ist die Tatsache, dass der potenzielle Wettbewerb durch Importarzneimittel schon zum Zeitpunkt der erstmaligen Preissetzung der Originatoren eine Mäßigung bewirkt. Daher ist es auch kein Wunder, dass Herr Hermann im Kassenbereich eine absolute Einzelmeinung vertritt.

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    25.11.2016
    Bundesrat bestätigt Importförderung

    Deutliches politisches Signal für Wirtschaftlichkeit

    (Merzig, den 25.11.2016) – Der Bundesrat hat in seiner heutigen Plenumssitzung den Antrag des Freistaates Bayern die Importförderung nach § 129 Abs. 1 Art1 Satz 2 SGB V zu streichen, abgelehnt.
    Damit stellt sich bereits die Versammlung der Ministerpräsidenten zum wiederholten Male gegen den Versuch, dieses etablierte Wettbewerbs- und Sparinstrument bei patentgeschützten und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln den Interessen der Pharmaindustrie über die Hintertür zu opfern.
    Der Verband der Arzneimittel-Importeure Deutschlands e.V. (VAD) begrüßt die Entscheidung des Bundesrates und sieht in ihr ein deutliches politisches Signal, das im Sozialgesetzbuch verankerte Wirtschaftlichkeitsprinzip auch weiterhin mit funktionierenden Instrumenten umzusetzen.
    Der VAD würde sich wünschen, dass nunmehr auch die DAV Spitze ihre mit wechselnder Begründung vorgetragenen Attacken gegen die Importförderung des Sozialgesetzbuches und die Importquote des Rahmenvertrages einstellt. Es ist an der Zeit nicht weiter gegen, sondern gemeinsam mit importierten Arzneimitteln die benötigten Wirtschaftlichkeitsreserven zu heben.

     

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    02.06.2016
    Becker und Hermann – endlich mit und nicht gegen Importe arbeiten

    (Merzig, den 02.06.2016) – Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD) e.V. reagiert mit zunehmendem Unverständnis auf die Angriffe des DAV-Vorsitzenden, Fritz Becker und des Vorstandsvorsitzenden der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann.

    Die Liaison zwischen dem DAV und dem „Vater der Rabattverträge“ gegen Importarzneimittel überrascht. Schließlich gibt es kein Instrument der Preissenkung, dass in vergleichbarer Weise die Entscheidungsfreiheit der Apotheker begrenzt und bürokratischen Aufwand bewirkt hat wie die Rabattverträge bei Generika. Jahrelang hat insbesondere der DAV-Vorsitzende Becker, den durch die Rabattverträge ausgelösten Mehraufwand inkl. des Retaxierungsrisikos in der Apotheke kritisiert und gar ein gesondertes Beratungshonorar gefordert. Gleiches gilt für die unter Versorgungsexperten
    seit Jahren diskutierten negativen Auswirkungen auf die Adhärenz aufgrund des regelmäßigen Wechsels der beliefernden Hersteller nach erneuter Ausschreibung. Beides scheint Herr Becker heute vergessen zu haben.

    Beide scheinen ebenso vergessen zu haben, warum es eine seit Jahren erfolgreich übererfüllte und bewährte Importquote (ca. 11%) gibt. Sie ist das Ergebnis eines zwischen den Organen der Selbstverwaltung geschlossenen Vertrages zur sachgerechten Präzisierung und geregelter Umsetzung der Importförderung des Sozialgesetzbuches im Apothekenalltag. Herr Becker hat diese für den DAV direkt verhandelt, Herr Dr. Hermann ist mit der AOK Baden-Württemberg Mitglied des Spitzenverbandes Bund, dem zweiten Verhandlungspartner. Wollte Herr Becker ernsthaft den „bürokratischen
    Aufwand“ in der Apotheke verbessern, könnte er mit seinem Vertragspartner beispielsweise die Erfüllung der Importquote über alle Kassen anstreben. Jedoch ist zum gestrigen 01.06.2016 ein modifizierter Rahmenvertrag in Kraft getreten, die die Importregelung in keiner Weise berührt.

    Offensichtlich konnte sich Herr Becker, wenn er die Importquote überhaupt zum Gegenstand gemacht hat, bei seinem Verhandlungspartner nicht durchsetzen und ebenso offensichtlich vertritt Herr Dr. Hermann innerhalb der Gesetzlichen Krankenkassen eine Minderheitsmeinung.

    Ansonsten erscheint kein Argument zu abwegig, um es nicht in die Scheindiskussion zu bringen. Nichts hindert die Apotheke, sich seit jeher im Einzelfall auch gegen einen Import zu entscheiden. Schließlich beträgt die Importquote 5 Prozent und nicht 100 Prozent. Der Parallelhandel von patentgeschützten Arzneimitteln führt weder im In- noch im Ausland zu Lieferengpässen. Vielmehr sind eine restriktive Belieferung der jeweiligen Märkte durch die Originalhersteller, Marktrücknahmen aus preispolitischen Überlegungen, Produktionsprobleme auch bei Zulieferern oder unvorhersehbare Nachfragesteigerungen als Gründe zu nennen. Das von der Industrie vorgeschobene Argument hat lediglich zum Ziel den Wettbewerb durch den Import zu torpedieren und zur eigenen Gewinnmaximierung die
    Märkte abzuschotten. Es stellt sich die Frage, warum sich der DAV Vorsitzende und auch Herr Hermann in den ganzen Jahren nicht mit gleicher Verve um Lieferengpässe bei Generika in Deutschland gekümmert haben, die nachweisbar auf unzureichende Rabattverträge und ihre nachhaltigen Auswirkungen auf die Lieferantenstruktur zurückzuführen sind.

    In der Frage der Wirtschaftlichkeit sind die direkten Einsparungen im patentgeschützten Segment durch Importe in Höhe von 240 Mio. auf Basis verfügbarer Marktdaten transparent und problemlos zu berechnen. Die Einsparungen durch geheime Rabattverträge dagegen nicht. Sie nachvollziehbar zu berechnen scheitert im zweiten Jahr bereits an einem mangelnden Referenzwert.
    Des Weiteren entlasten Importarzneimittel mit geschätzten ca. 3 Mrd. Euro aus dem indirekten Wettbewerbseffekt zusätzlich die Kostenträger im RX-Bereich und liegen damit nicht weit von den genannten Einsparungen der Rabattverträge im generischen Bereich.

    Es ist zudem erstaunlich, dass insbesondere Herr Hermann staatliche Eingriffe („Marktdirigismus“) in den Gesundheitsmarkt kritisiert. Dieser ist ein besonderer Markt, da er beitragsfinanziert ist und die Nachfrage nach Leistungen einschl. Medikamenten nicht in der freien Verbraucherentscheidung liegt, sondern sich aus der Morbidität respektive der ärztlichen Verschreibung ergibt. Wenn Herr Hermann ein grundsätzliches Problem mit staatlichen Eingriffen bzw. Rahmengesetzgebungen hat, müssten auf seiner Agenda gegen „wettbewerbswidrigen Marktdirigismus“ beispielsweise auch Forderungen nach Abschaffung des Herstellerabschlages oder des Apothekenabschlages stehen, die gleichsam zu Einsparungen für die Kassen führen. Warum Herr Hermann in den Regeln des Sozialgesetzbuches und des Rahmenvertrages der Selbstverwaltungskörperschaften „reine Planwirtschaft“ erkennt, bleibt sein sozialrechtliches und ordnungspolitisches Geheimnis.

    Der VAD empfiehlt insbesondere dem DAV Vorsitzenden das Gespräch mit seinem wichtigsten Handelspartner, dem pharmazeutischen Großhandel sowie der Basis. So hat sich jüngst der MVDA sehr deutlich zur wirtschaftlichen Bedeutung der Importarzneimittel für die Apotheken positioniert. Ein konstruktives Miteinander wäre das Gebot der Stunde, nicht wenig sachgerechte Attacken. Herr Becker und Herr Hermann sollten im Interesse der notwendigen Einsparungen endlich besser mit Importen und nicht gegen sie arbeiten.

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    01.09.2015
    Kampagne: „Genauso. Nur günstiger.“

    Import-Arzneimittel vereinen Qualität und Wirtschaftlichkeit

    (Merzig, den 01.09.2015) – Mit der Kampagne „Genauso. Nur günstiger“ macht der Verband der Arzneimittel-Importeure Deutschlands (VAD e.V.) auf die Gleichwertigkeit und die Kostenvorteile von Import-Arzneimitteln aufmerksam. In Zeiten sinkender Reserven der Krankenkassen und stetig steigender Ausgaben für patentgeschützte und verschreibungspflichtige Medikamente sind Import-Arzneimittel ein bewährtes Instrument, Qualität und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen sicherzustellen.

    Kernelement der Kampagne sind drei unterschiedliche Bildmotive, die im Herbst 2015 auf Plakatflächen im Zentrum Berlins zu sehen sind. Die Kernbotschaft des VAD lautet: Aus der EU importierte Arzneimittel sind gleichwertig zu den Originalpräparaten. Es gibt keinen Unterschied – außer den günstigeren Preis.

    Fakten zur Kampagne:
    WANN:
    1. September bis 5. Oktober 2015
    WAS:
    3 verschiedene Plakatmotive in Berlin Mitte
    WO: Fluggastbrücken am Flughafen Berlin Tegel (Terminal A)
    Digitale City-Light-Boards am Bahnhof Friedrichstraße
    Großflächen im Regierungsviertel

    EU-Import-Arzneimittel sind überwiegend patentgeschützte Originalpräparate die aufgrund unterschiedlicher Preisniveaus innerhalb der EU in Deutschland günstiger verkauft werden können. Importe erfolgen ausschließlich aus Ländern der EU. Sie werden mit einem deutschen Beipackzettel versehen und die Verpackungen erhalten eine deutschsprachige Beschriftung.

    Durchschnittlich können importierte Arzneimittel zehn Prozent unter dem deutschen Bezugspräparat angeboten werden. Das deutsche Gesundheitssystem hat erhebliche Vorteile von importierten Arzneimitteln. So belaufen sich die direkten Einsparungen durch verschreibungspflichtige Import-Arzneimittel alleine in Deutschland auf jährlich über 240 Millionen Euro (Quelle: Prognos Studie Importmarkt 2013/2014). Durchschnittlich spart somit jede Apotheke rund 14.000 Euro für die Solidargemeinschaft. Größer noch als die direkten Einsparungen sind die indirekten Ersparnisse durch den preisdämpfenden Wettbewerbseffekt des Imports. Schätzungen zufolge führt der Wettbewerbsdruck, den die Importeure bereits ab Markteintritt auf den Originalhersteller ausüben, zu Einsparungen von circa 3 Mrd. Euro jährlich.

    Der Patient merkt die Vorteile von EU-Import-Arzneimitteln nicht nur, wenn er in der Apotheke weniger für sein Medikament selbst zahlen oder zuzahlen muss, sondern auch in Form stabil bleibender Kassenbeiträge. Patienten haben als Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung, aber auch als Steuerzahler ein vitales Interesse an stabilen Krankenkassenbeiträgen.

    EU-Import-Arzneimittel sind ein effektives und funktionierendes Sparinstrument zur Kostenbegrenzung im Gesundheitswesen. In über 40 Jahren haben sich Importe als wichtiger Wettbewerber im patentgeschützten Segment entwickelt und etabliert. Sie leisten damit einen Beitrag für eine nachhaltige, effiziente und bezahlbare Arzneimittelversorgung.

    Insbesondere vor dem Hintergrund aktuell steigender Arzneimittelausgaben gilt es, die Importförderung als Sparinstrument beizubehalten und gegebenenfalls auszubauen.

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    10.07.2015
    Exportverbot aus Griechenland – Trojanisches Pferd des vfa

    (Merzig, den 10.07.2015) – Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) sieht in der Forderung des vfa für ein generelles Exportverbot von Arzneimitteln aus Griechenland eher den Versuch mit einem Hilfsprogramm die eigenen wirtschaftlichen Interessen zu sichern. Der Ausschluß von Griechenland aus dem Referenzpreissystem würde zudem zu höheren Preisen in vielen anderen europäischen Ländern führen. Der VAD warnt sowohl Brüssel als auch Athen davor auf dieses Trojanische Pferd reinzufallen.
    Der vfa nutzt die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation in Griechenland sowie die zusätzlichen Unsicherheiten, die sich aus dem aktuellen Referendum ergeben, um einer gleichlautenden alten Forderung aus 2012 zu einer Renaissance zu verhelfen. Der vfa malt, wie schon sein europäischer Dachverband vor über einer Woche, das Szenario der Unterversorgung mit Arzneimitteln an die Wand, sofern es in der Folge eines GREXIT zu einem Preisverfall bei Medikamenten in Griechenland kommen könnte.

    Ein generelles Exportverbot für Arzneimittel aus Griechenland ist europarechtlich nicht haltbar und es fehlt ihm jegliche sachliche Begründung. Seit dem Spitzenwert in den Jahren 2005/2006 haben sich Exporte parallelgehandelter Arzneimittel aus Griechenland mehr als halbiert. Lieferengpässen waren und würden auch in Zukunft im Kern auf die defizitäre staatliche Gesundheitskasse, die restriktive Belieferung durch die Hersteller sowie die schlechten Zahlungsbedingungen für Großhändler und Apotheken zurückzuführen sein, wie die Vorsitzende des Verbandes der griechischen Großhändler Markaki unlängst festgestellt hatte. Wenn der vfa also Griechenland helfen wollte, dann möge er bei seinen Mitgliedsfirmen um nachsichtigere Zahlungsziele für griechische Kunden werben. Zudem sind die Großhändler und Apotheken in Griechenland verpflichtet zunächst den heimischen Markt zu versorgen, bevor sie Arzneimittel ggf. in den Export geben. So hatte auch der griechische Herstellerverband vor einigen Tagen die Arzneimittelversorgung als gesichert bezeichnet. Einen Ausverkauf über den Export gibt es daher faktisch nicht.

    In diesem Zusammenhang weisen griechische Großhändler seit langem darauf hin, dass sie, sowie die von ihnen querfinanzierten Apotheken, für die Aufrechterhaltung der Versorgung u.a. auf die Liquidität aus den Exporten überschüssiger Ware angewiesen sind. Ein Exportverbot wäre daher auch aus griechischer Sicht kontraproduktiv.
    Es ist aus heutiger Sicht auch zu vermuten, dass die Hersteller bei einem Währungswechsel und/oder Preisverfall eher noch restriktiver nach Griechenland liefern und sich somit die Bezugsmöglichkeiten für Exporteure im Rahmen der Public Service Obligation weiter einschränken werden.

    Sofern es ausserhalb des regulären Marktes zu sogenannten Hilfslieferungen im Rahmen von humanitären Programmen für Griechenland kommen sollte, ist es für die Unternehmen des VAD eine moralische Selbstverständlichkeit diese Ware nicht zu beziehen.

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    18.06.2015
    Aussagen des BfArM Präsidenten nicht tragbar

    (Merzig, den 18.06.2015) – Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) widerspricht entschieden dem Präsidenten des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), in seiner Behauptung, dass „der Parallelimport das Einfallstor für Fälschungen“ sei. Dass der BfArM Präsident zudem keinen Grund mehr für die Importquote sieht, ist mit Blick auf die Einsparungen von 240 Mio. Euro und bei einem Potential von 340 Mio. Euro im Jahr nicht nachvollziehbar. Der VAD hält die Aussagen von Herrn Professor Dr. Broich umso bedenklicher, da er als Leiter des BfArM sehr wohl wissen müßte, dass der sogenannte Fälschungsskandal in Italien zunächst ein Skandal um gestohlene Arzneimittel und die mangelnde Sicherheit des Lieferweges zwischen Originalhersteller und Direktkunde ist. Hier ist eine differenziertere und ausgewogenere Kommunikation gefordert. Öffentliche berufs- oder industriepolitische Positionierungen, die zudem in unzulässiger und unbegründeter Weise eine einzelne Branche der legalen Vertriebskette diffamieren, sind weder sachgerecht noch stehen sie dem zu Neutralität und Objektivität gehaltenen Leiter einer Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit zu und sind somit nicht tragbar.

    Importeure sind im Gegenteil eine weitere Kontrollstufe in der legalen Lieferkette. So war es auch ein deutscher Importeur, der im Rahmen seiner Qualitätskontrolle den Fall aufdeckte und den Behörden meldete. Erst damit wurde in der Folge bekannt, dass sich staatlich zugelassene Großhändler in Italien mit krimineller Absicht an der Medikamentenhehlerei beteiligten und mit gefälschten Dokumenten eine scheinbar legale Lieferkette vortäuschten.

    Wie der VAD bereits in der Vergangenheit betont hat, liegt der eigentliche Skandal im Umgang mit den Diebstählen in Italien. Organisierte Kriminalität in Italien sowie die Untätigkeit des damals betroffenen Herstellers sowie der Umgang der italienischen Behörden mit dem Fall sind weder den deutschen Importeuren noch der Importförderung bzw. der Importquote anzulasten. Hätte der Hersteller die gestohlenen Herceptinchargen aus den Krankenhäusern und sogar ganzer LKW-Ladungen sofort in den Markt gemeldet, hätte die europäische Vertriebskette rechtzeitig und schneller reagieren können.

    Letztlich leisten auch die Importeure kohlpharma und EURIM als Vertreter ihrer Branche zusammen mit Herstellern, Großhandel und den Apotheken ihren Beitrag an dem Projekt securPharm.

    Hintergrund zu den Einsparungen: Mit einer Neuauflage der Prognos Studie „Import von Arzneimitteln – Einsparungen für das Gesundheitswesen in Deutschland“ legt der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) zum Jahreswechsel aktualisierte Erkenntnisse einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2007 vor. Neben der Quantifizierung der aktuellen Einsparungen durch verschreibungspflichtige Importarzneimittel von über 240 Mio. € p.a. sieht die Studie ein künftiges jährliches Einsparpotential von über 340 Mio. € für die Kostenträger.

    Wichtiger noch als die direkten Einsparungen sind die indirekten Ersparnisse durch den preisdämpfenden Wettbewerbseffekt des Imports. Schon bei Markteintritt und somit vor einer Nutzenbewertung sind die Hersteller eines neuen Arzneimittels bemüht, die Preisspreizung in Europa nicht zu groß werden zu lassen, um die Konkurrenz durch die Importeure zu erschweren. Schätzungen zufolge führt der Wettbewerbsdruck ab Markteintritt zu Minderausgaben von ca. 3 Mrd. Euro im Jahr.

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    11.05.2015
    Mit und nicht gegen Arzneimittelimporte arbeiten

    (Merzig, den 11.05.2015) – Der Bundesrat hat im Zuge des Bürokratieentlastungsgesetzes in seiner Sitzung vom 08. Mai 2015 einen Prüfantrag, die Importförderung nach § 129 Abs.1 Nr.2 SGB V zu streichen, abgelehnt. Damit ist ein weiterer Versuch interessierter Kreise gescheitert, die Importförderung und damit planbare Einsparungen in der Arzneimittelversorgung durch die Hintertür zu Fall zu bringen.

    Begründet wurde der Antrag aus Baden-Württemberg auch nicht im Sinne des Bürokratieabbaus, sondern mit dem in den letzten Jahren angeblich weitgehend verlorengegangenen Preisvorteil. Die existierenden Preisvorteile führen jedoch laut aktuellen Zahlen der PROGNOS-Studie zu Einsparungen von 240 Mio. Euro und weisen ein Potential von 340 Mio. Euro im Jahr auf. Der Antrag ist bis in den Wortlaut sehr ähnlich zu Äußerungen des dortigen LAV Vorsitzenden Fritz Becker und dem lokalen AOK Chef Dr. Christopher Hermann, der diesbezüglich innerhalb der Kassenlandschaft eine Einzelmeinung vertritt. Beide hatten sich bereits im vergangenen Jahr in einer ungewöhnlichen Koalition mit wechselnder Argumentation gegen die Importförderung zusammengeschlossen.

    Hatte der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates den eingeschobenen Prüfantrag formal noch durchgewunken, waren die versammelten Ministerpräsidenten im Plenum vom Antrag nicht überzeugt.

    Die Streichung der Importförderung hätte auch keine entlastende, sondern im Gegenteil eine zusätzlich belastende Wirkung für die Apotheken. Die Verpflichtung, preisgünstige Importe (15%/15 Euro-Regel) abzugeben, stellt eine klar geregelte Konkretisierung des Wirtschaftlichkeitsgebotes dar.

    Gäbe es diese nicht, könnten und müssten die Krankenkassen in jedem Einzelfall auf Grund des Wirtschaftlichkeitsgebotes prüfen, ob nicht die Abgabe eines preisgünstigeren Importarzneimittels möglich war. Die Apotheke wäre somit bei mehr Bürokratie einem zusätzlichen Retax-Risiko ausgesetzt.

    Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) fordert daher die Treiber hinter dem Antrag auf, im Sinne des Wirtschaftlichkeitsgebotes der Gesetzlichen Krankenversicherung mit Importen und nicht fortwährend gegen diese zu arbeiten und ein funktionierendes Sparinstrument im Sinne der Apotheken mit Leben zu füllen.

    Hinweis zur PROGNOS Studie: Mit einer Neuauflage der Prognos Studie „Import von Arzneimitteln – Einsparungen für das Gesundheitswesen in Deutschland“ legt der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) zum Jahreswechsel aktualisierte Erkenntnisse einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2007 vor. Neben der Quantifizierung der aktuellen Einsparungen durch verschreibungspflichtige Importarzneimittel von über 240 Mio. € p.a. sieht die Studie ein künftiges jährliches Einsparpotential von über 340 Mio. € für die Kostenträger.

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    26.01.2015
    Importe: größere Einsparungen und noch mehr Potential

    (Merzig, den 26.01.2015) – Mit einer Neuauflage der Prognos Studie „Import von Arzneimitteln – Einsparungen für das Gesundheitswesen in Deutschland“ legt der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) aktualisierte Erkenntnisse einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2007 vor. Neben der Quantifizierung der aktuellen Einsparungen durch verschreibungspflichtige Importarzneimittel von über 240 Mio. € p.a. sieht die Studie ein künftiges jährliches Einsparpotential von über 340 Mio. € für die Kostenträger.

    Im Detail ergibt sich für verschreibungspflichtige Medikamente im Jahr 2013 ein direktes Einsparvolumen in Höhe von 174 Mio. Euro und im Jahr 2014 von 222 Mio. Euro. Die indirekten Einsparungen bei den Importpräparaten ohne Originalbezug betrugen geschätzt weitere 18,5 Mio. Euro im Jahr 2013 bzw. 19,4 Mio. Euro im Jahr 2014.
    Der Vergleich mit der Vorgängerstudie auf Basis der Zahlen des Jahres 2006 zeigt, dass die Verbreitung der Rabattverträge nach § 130a Absatz 8 SGB V das Volumen der erzielten Einsparungen durch Importarzneimittel in absoluten Werten nicht gesenkt hat. So liegen die ermittelten direkten Einsparungen im Jahr 2014 nominell rund 100 Mio. Euro über denen aus dem Jahr 2006. Zunehmend werden von den Krankenkassen auch Rabattverträge über patentgeschützte Arzneimittel geschlossen. Diese stehen lediglich in Konkurrenz zu Importarzneimitteln. Insofern sind die Einsparungen, die die Krankenkassen bei diesen Rabattverträgen erzielen, zum Teil auf die Existenz von Importarzneimitteln zurückzuführen, da Originalhersteller mit dem Abschluss der Verträge versuchen, ihre Marktanteile zu erhöhen.

    Da im Zeitraum der Untersuchung Regulierungen bezüglich des Vertriebs von Arzneimitteln bestanden, fallen die realisierten Einsparungen geringer aus als das vorhandene Einsparpotenzial in einer Größenordnung von jährlich über 340 Mio. Euro. Damit wurden in der Vergangenheit bis zu 50 % des vorhandenen Einsparpotenzials nicht ausgeschöpft.

    Die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung ist und bleibt ein Dauerthema. Funktionierende Sparinstrumente werden daher auch weiterhin ihre Berechtigung haben und ggf. ausgebaut werden müssen, um die Arzneimittelkosten im Gesundheitswesen im Rahmen zu halten. In über 35 Jahren haben sich Importe als effektiver Wettbewerber im patentgeschützten Segment etabliert. Trotz der Verbreitung der Rabattverträge in den letzten Jahren hat das Volumen der erzielten Einsparungen durch Importarzneimittel zugenommen. Im Sinne des Wirtschaftlichkeitsgebots des Sozialgesetzbuchs werden sie auch in Zukunft ihren Anteil an den Sparbemühungen leisten.

    Gerade in den letzten beiden Dekaden sind ihr Umsatz, ihr Marktanteil und die durch sie bewirkten Ersparnisse auch durch die gezielte gesetzliche Förderung deutlich gewachsen. Zudem sind mehr und mehr Teilnehmer in diesen Markt eingetreten, die im Wettbewerb um die Gunst der Apotheker stehen. Wie ein Blick in die Lauer-Taxe zeigt, findet dieser Wettbewerb nicht zuletzt auf der Preisebene statt.

    In der Studie nicht betrachtet wurden die durch die Abgabe nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel an Kassenpatienten erzielten zusätzlichen direkten Einsparungen.

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