Verband der Arzneimittel-Importeure


    Wir vertreten die Interessen von führenden Arzneimittel-Importeuren in Deutschland

    Parallelhandel


    Vorteile für Gesundheitssystem und Patienten

    Position


    4 mal im Jahr erscheint der PHARMACEUTICAL DIALOGUE in Brüssel und der POLITIKBRIEF in Berlin.

    Willkommen bei VAD

    Import-Arzneimittel sind günstiger. Wie funktioniert das?

    EU-Import-Arzneimittel sind überwiegend patentgeschützte Originalpräparate.

     

    Aufgrund unterschiedlicher Preisniveaus innerhalb der EU können sie in Deutschland günstiger verkauft werden. Da Deutschland bei patentgeschützten und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein Hochpreisland ist, profitiert das deutsche Gesundheitssystem durch importierte Arzneimittel maßgeblich.

     

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    Über uns

    Der Verband der Arzneimittel-Importeure Deutschlands e.V. (VAD) vertritt die Interessen von führenden Arzneimittel-Importeuren in Deutschland.

    Der 2000 ins Leben gerufene Verband setzt sich gegenüber der Politik, den Institutionen des Gesundheitswesens sowie der Öffentlichkeit für die Belange der Branche ein.

    Der VAD fördert den Gedanken- und Informationsaustausch innerhalb der Branche und verbessert – etwa durch öffentliche Veranstaltungen – den allgemeinen Wissensstand im Bereich Importarzneimitteln.

     

    Die Mitglieder des Verbands repräsentieren derzeit über 50 Prozent des Umsatzes mit parallel- und reimportierten Arzneimitteln in Deutschland.

     

    Als Branchenverband verfolgen wir eine überzeugende, kohärente und transparente Politik. Damit stellen wir sicher, dass die durch den Parallel- und Reimport erzielten sozialen und wirtschaftlichen Gewinne von Regierungen, Behörden und der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

     

    eu_gesundheitsmarkt

    EU-GESUNDHEITSMARKT

    Wir fördern die Entwicklung des Parallel- und Reimports als Mittel zur Errichtung eines einheitlichen Marktes in der EU, der alle Bürgerinnen und Bürger mit Medikamenten zu annehmbaren Preisen versorgt.

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    freier_wettbewerb

    FREIER WETTBEWERB

    Wir stellen die in den Römischen Verträgen festgelegten Prinzipien des uneingeschränkten Wettbewerbs (gemäß der Artikel 81 und 82 EGV) und des freien Warenverkehrs (gemäß der Artikel 28 und 30 EGV) sicher.

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    arzneimittelzulassung

    ARZNEIMITTELZULASSUNG

    Wir analysieren die Verfahren und Auswirkungen von Arzneimittel-zulassungen durch die Aufsichtsbehörden sowie Herstellung, Vertrieb und Lieferung von Pharmazeutika im Parallel- und Reimport.

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    Unsere Aufgaben - gemäß den Verbandssatzungen - sind insbesondere:

    • Förderung eines Gedanken- und Informationsaustausches zwischen den maßgeblichen Beteiligten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens;
    • Vertretung der gemeinsamen Interessen gegenüber dem Gesetzgeber, Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), Apothekerverbänden und sonstigen Gesundheitsinstitutionen;
    • Abgabe von Stellungnahmen gegenüber Parlamenten, Regierungen, Behörden und Dritten;
    • Durchführung von Veranstaltungen mit dem Ziel, den Wissensstand und die Qualifikation im Bereich Importarzneimittel anzuheben und mitzuhelfen, die Voraussetzungen für Qualitätsstandards zu schaffen, also die Tatsache zu berücksichtigen, dass die Herstellung und der Vertrieb von importierten Arzneimitteln besondere Verpflichtungen gegenüber der Allgemeinheit mit sich bringen;
    • Rechtliche Durchsetzung – gegebenenfalls gerichtlich – der Interessen der Mitglieder;
    • Kommunikation mit der Öffentlichkeit über die Belange der Mitgliedsunternehmen.

    Organisation

    Edwin Kohl

    Vorstandsvorsitzender
    (kohlpharma GmbH)

    Dirk Oltersdorf

    Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
    (EMRA-MED Arzneimittel GmbH)

    Jörg Geller

    Schatzmeister
    (kohlpharma GmbH)

    Thilo Bauroth

    Schriftführer
    (kohlpharma GmbH)

    Verbandsmitglieder

    VAD


    Wir verfolgen eine überzeugende, kohärente und transparente Politik.

    Parallelhandel

    Der Parallelhandel nutzt Preisdifferenzen zwischen verschiedenen nationalen Arzneimittelmärkten innerhalb der EU: Medikamente werden in einem Land günstig eingekauft und anschließend in einem anderen Land – etwa Deutschland – zu einem niedrigeren Preis als das für den dortigen Markt produzierte Präparat abgegeben. Den Gesundheitssystemen ebenso wie den Patienten erwachsen daraus zahlreiche Vorteile.

     

    DER PARALLELVERTRIEB VON MEDIKAMENTEN…

    …bietet innovative Originalprodukte zu niedrigeren Preisen an.
    …ermöglicht Kosteneinsparungen für das Gesundheitswesen und den Verbraucher.
    …beschleunigt die Integration des innereuropäischen Marktes.
    …fördert den Wettbewerb.
    …schafft ein Gegengewicht zur Monopolsituation des Patentrechts.
    …bietet Apothekern und Patienten mehr Auswahlmöglichkeiten.
    …schafft neue Geschäftsfelder und damit neue Arbeitsplätze.

    Funktionsweise

    Obwohl in fast allen EU-Mitgliedstaaten Arzneimittelpreise einer staatlichen Einflussnahme unterliegen, gibt es zwischen einzelnen Ländern deutliche Preisdifferenzen für ein und dasselbe Arzneimittel. Auf dieser Grundlage hat sich seit Ende der 70er Jahre eine europaweite Im- und Exporttätigkeit aufgebaut.

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    Bedeutung

    Der Parallelimport ist eine Erfolgsgeschichte. Er generiert Umsätze in Milliardenhöhe, schafft neue und sichere Arbeitsplätze und ermöglicht den europäischen Gesundheitssystemen enorme Einsparungen. Zu Recht ist die Bedeutung des Importhandels auch politisch anerkannt und wird – etwa durch die Abgabepflicht für Apotheken – nachdrücklich gefördert.

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    Sicherheit

    Für Parallel- und Reimporte gelten die gleichen Standards wie für alle anderen Arzneimittel. Sie unterliegen strengen Zulassungs- und Überwachungskriterien durch nationale und europäische Behörden. Parallel- und reimportierte Arzneimittel entsprechen in Zusammensetzung und Wirkung dem in Deutschland zugelassenen Markenpräparat.

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    Einwände

    Der Parallelhandel ist in die Kritik geraten. Insbesondere den multinationalen Pharmakonzernen ist er ein Dorn im Auge, da die Parallelprodukte den Direktimporten der Hersteller Konkurrenz machen und die Preise drücken. Wir möchten den ungerechtfertigen Vorwürfen entgegen treten.

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    Fachbegriffe

    Finden Sie passende Erklärungen in unserem Glossar der Fachbegriffe.
    Quelle: VAD-Jubiläumsbroschüre "30 Jahre Parallelhandel mit Arzneimitteln", Merzig 2009.

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    Position

    Der Parallelhandel sorgt seit Mitte der 70er Jahre für eine preisgünstigere Versorgung mit Medikamenten. Der VAD informiert in regelmäßigen Abständen die Entscheider auf europäischer und nationaler Ebene. Dazu erscheint jeweils vier mal im Jahr der PHARMACEUTICAL DIALOGUE in Brüssel und der POLITIKBRIEF in Berlin.

    Pharmaceutical Dialogue
    Ausgabe 57 (April 2017)

    The need for increased competition in the pharmaceutical sector has clearly emerged and manifested itself over recent courses. [...]

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    Politikbrief
    Ausgabe 2/2017

    den Herstellern patentgeschützter Arzneimittel ist der Parallelhandel seit jeher ein Dorn im Auge, oder wie es der renommierte Bremer Gesundheitsökonom, langjähriges Mitglied des Sachverständigenrates im Gesundheitswesen, Prof. Dr. Gerd Glaeske bereits vor Jahren einmal anerkennend äußerte, der „Stachel im Fleisch“ [...]

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    Presse

    Pressekontakt

    karsten_wurzer

    Karsten Wurzer

    Tel: +49 – (0) 6867 / 920-1271

    Mail: kontakt@vad-news.de
    Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns. Aktuelle Pressemeldungen und Downloads finden Sie auf den nachfolgenden Seiten. Sollten Sie weitere Bilder oder Materialien benötigen, kommen Sie gerne auf uns zu.

    Pressemitteilungen

    02.06.2016
    Becker und Hermann – endlich mit und nicht gegen Importe arbeiten

    (Merzig, den 02.06.2016) – Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD) e.V. reagiert mit zunehmendem Unverständnis auf die Angriffe des DAV-Vorsitzenden, Fritz Becker und des Vorstandsvorsitzenden der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann.

    Die Liaison zwischen dem DAV und dem „Vater der Rabattverträge“ gegen Importarzneimittel überrascht. Schließlich gibt es kein Instrument der Preissenkung, dass in vergleichbarer Weise die Entscheidungsfreiheit der Apotheker begrenzt und bürokratischen Aufwand bewirkt hat wie die Rabattverträge bei Generika. Jahrelang hat insbesondere der DAV-Vorsitzende Becker, den durch die Rabattverträge ausgelösten Mehraufwand inkl. des Retaxierungsrisikos in der Apotheke kritisiert und gar ein gesondertes Beratungshonorar gefordert. Gleiches gilt für die unter Versorgungsexperten
    seit Jahren diskutierten negativen Auswirkungen auf die Adhärenz aufgrund des regelmäßigen Wechsels der beliefernden Hersteller nach erneuter Ausschreibung. Beides scheint Herr Becker heute vergessen zu haben.

    Beide scheinen ebenso vergessen zu haben, warum es eine seit Jahren erfolgreich übererfüllte und bewährte Importquote (ca. 11%) gibt. Sie ist das Ergebnis eines zwischen den Organen der Selbstverwaltung geschlossenen Vertrages zur sachgerechten Präzisierung und geregelter Umsetzung der Importförderung des Sozialgesetzbuches im Apothekenalltag. Herr Becker hat diese für den DAV direkt verhandelt, Herr Dr. Hermann ist mit der AOK Baden-Württemberg Mitglied des Spitzenverbandes Bund, dem zweiten Verhandlungspartner. Wollte Herr Becker ernsthaft den „bürokratischen
    Aufwand“ in der Apotheke verbessern, könnte er mit seinem Vertragspartner beispielsweise die Erfüllung der Importquote über alle Kassen anstreben. Jedoch ist zum gestrigen 01.06.2016 ein modifizierter Rahmenvertrag in Kraft getreten, die die Importregelung in keiner Weise berührt.

    Offensichtlich konnte sich Herr Becker, wenn er die Importquote überhaupt zum Gegenstand gemacht hat, bei seinem Verhandlungspartner nicht durchsetzen und ebenso offensichtlich vertritt Herr Dr. Hermann innerhalb der Gesetzlichen Krankenkassen eine Minderheitsmeinung.

    Ansonsten erscheint kein Argument zu abwegig, um es nicht in die Scheindiskussion zu bringen. Nichts hindert die Apotheke, sich seit jeher im Einzelfall auch gegen einen Import zu entscheiden. Schließlich beträgt die Importquote 5 Prozent und nicht 100 Prozent. Der Parallelhandel von patentgeschützten Arzneimitteln führt weder im In- noch im Ausland zu Lieferengpässen. Vielmehr sind eine restriktive Belieferung der jeweiligen Märkte durch die Originalhersteller, Marktrücknahmen aus preispolitischen Überlegungen, Produktionsprobleme auch bei Zulieferern oder unvorhersehbare Nachfragesteigerungen als Gründe zu nennen. Das von der Industrie vorgeschobene Argument hat lediglich zum Ziel den Wettbewerb durch den Import zu torpedieren und zur eigenen Gewinnmaximierung die
    Märkte abzuschotten. Es stellt sich die Frage, warum sich der DAV Vorsitzende und auch Herr Hermann in den ganzen Jahren nicht mit gleicher Verve um Lieferengpässe bei Generika in Deutschland gekümmert haben, die nachweisbar auf unzureichende Rabattverträge und ihre nachhaltigen Auswirkungen auf die Lieferantenstruktur zurückzuführen sind.

    In der Frage der Wirtschaftlichkeit sind die direkten Einsparungen im patentgeschützten Segment durch Importe in Höhe von 240 Mio. auf Basis verfügbarer Marktdaten transparent und problemlos zu berechnen. Die Einsparungen durch geheime Rabattverträge dagegen nicht. Sie nachvollziehbar zu berechnen scheitert im zweiten Jahr bereits an einem mangelnden Referenzwert.
    Des Weiteren entlasten Importarzneimittel mit geschätzten ca. 3 Mrd. Euro aus dem indirekten Wettbewerbseffekt zusätzlich die Kostenträger im RX-Bereich und liegen damit nicht weit von den genannten Einsparungen der Rabattverträge im generischen Bereich.

    Es ist zudem erstaunlich, dass insbesondere Herr Hermann staatliche Eingriffe („Marktdirigismus“) in den Gesundheitsmarkt kritisiert. Dieser ist ein besonderer Markt, da er beitragsfinanziert ist und die Nachfrage nach Leistungen einschl. Medikamenten nicht in der freien Verbraucherentscheidung liegt, sondern sich aus der Morbidität respektive der ärztlichen Verschreibung ergibt. Wenn Herr Hermann ein grundsätzliches Problem mit staatlichen Eingriffen bzw. Rahmengesetzgebungen hat, müssten auf seiner Agenda gegen „wettbewerbswidrigen Marktdirigismus“ beispielsweise auch Forderungen nach Abschaffung des Herstellerabschlages oder des Apothekenabschlages stehen, die gleichsam zu Einsparungen für die Kassen führen. Warum Herr Hermann in den Regeln des Sozialgesetzbuches und des Rahmenvertrages der Selbstverwaltungskörperschaften „reine Planwirtschaft“ erkennt, bleibt sein sozialrechtliches und ordnungspolitisches Geheimnis.

    Der VAD empfiehlt insbesondere dem DAV Vorsitzenden das Gespräch mit seinem wichtigsten Handelspartner, dem pharmazeutischen Großhandel sowie der Basis. So hat sich jüngst der MVDA sehr deutlich zur wirtschaftlichen Bedeutung der Importarzneimittel für die Apotheken positioniert. Ein konstruktives Miteinander wäre das Gebot der Stunde, nicht wenig sachgerechte Attacken. Herr Becker und Herr Hermann sollten im Interesse der notwendigen Einsparungen endlich besser mit Importen und nicht gegen sie arbeiten.

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    01.09.2015
    Kampagne: „Genauso. Nur günstiger.“

    Import-Arzneimittel vereinen Qualität und Wirtschaftlichkeit

    (Merzig, den 01.09.2015) – Mit der Kampagne „Genauso. Nur günstiger“ macht der Verband der Arzneimittel-Importeure Deutschlands (VAD e.V.) auf die Gleichwertigkeit und die Kostenvorteile von Import-Arzneimitteln aufmerksam. In Zeiten sinkender Reserven der Krankenkassen und stetig steigender Ausgaben für patentgeschützte und verschreibungspflichtige Medikamente sind Import-Arzneimittel ein bewährtes Instrument, Qualität und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen sicherzustellen.

    Kernelement der Kampagne sind drei unterschiedliche Bildmotive, die im Herbst 2015 auf Plakatflächen im Zentrum Berlins zu sehen sind. Die Kernbotschaft des VAD lautet: Aus der EU importierte Arzneimittel sind gleichwertig zu den Originalpräparaten. Es gibt keinen Unterschied – außer den günstigeren Preis.

    Fakten zur Kampagne:
    WANN:
    1. September bis 5. Oktober 2015
    WAS:
    3 verschiedene Plakatmotive in Berlin Mitte
    WO: Fluggastbrücken am Flughafen Berlin Tegel (Terminal A)
    Digitale City-Light-Boards am Bahnhof Friedrichstraße
    Großflächen im Regierungsviertel

    EU-Import-Arzneimittel sind überwiegend patentgeschützte Originalpräparate die aufgrund unterschiedlicher Preisniveaus innerhalb der EU in Deutschland günstiger verkauft werden können. Importe erfolgen ausschließlich aus Ländern der EU. Sie werden mit einem deutschen Beipackzettel versehen und die Verpackungen erhalten eine deutschsprachige Beschriftung.

    Durchschnittlich können importierte Arzneimittel zehn Prozent unter dem deutschen Bezugspräparat angeboten werden. Das deutsche Gesundheitssystem hat erhebliche Vorteile von importierten Arzneimitteln. So belaufen sich die direkten Einsparungen durch verschreibungspflichtige Import-Arzneimittel alleine in Deutschland auf jährlich über 240 Millionen Euro (Quelle: Prognos Studie Importmarkt 2013/2014). Durchschnittlich spart somit jede Apotheke rund 14.000 Euro für die Solidargemeinschaft. Größer noch als die direkten Einsparungen sind die indirekten Ersparnisse durch den preisdämpfenden Wettbewerbseffekt des Imports. Schätzungen zufolge führt der Wettbewerbsdruck, den die Importeure bereits ab Markteintritt auf den Originalhersteller ausüben, zu Einsparungen von circa 3 Mrd. Euro jährlich.

    Der Patient merkt die Vorteile von EU-Import-Arzneimitteln nicht nur, wenn er in der Apotheke weniger für sein Medikament selbst zahlen oder zuzahlen muss, sondern auch in Form stabil bleibender Kassenbeiträge. Patienten haben als Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung, aber auch als Steuerzahler ein vitales Interesse an stabilen Krankenkassenbeiträgen.

    EU-Import-Arzneimittel sind ein effektives und funktionierendes Sparinstrument zur Kostenbegrenzung im Gesundheitswesen. In über 40 Jahren haben sich Importe als wichtiger Wettbewerber im patentgeschützten Segment entwickelt und etabliert. Sie leisten damit einen Beitrag für eine nachhaltige, effiziente und bezahlbare Arzneimittelversorgung.

    Insbesondere vor dem Hintergrund aktuell steigender Arzneimittelausgaben gilt es, die Importförderung als Sparinstrument beizubehalten und gegebenenfalls auszubauen.

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    10.07.2015
    Exportverbot aus Griechenland – Trojanisches Pferd des vfa

    (Merzig, den 10.07.2015) – Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) sieht in der Forderung des vfa für ein generelles Exportverbot von Arzneimitteln aus Griechenland eher den Versuch mit einem Hilfsprogramm die eigenen wirtschaftlichen Interessen zu sichern. Der Ausschluß von Griechenland aus dem Referenzpreissystem würde zudem zu höheren Preisen in vielen anderen europäischen Ländern führen. Der VAD warnt sowohl Brüssel als auch Athen davor auf dieses Trojanische Pferd reinzufallen.
    Der vfa nutzt die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation in Griechenland sowie die zusätzlichen Unsicherheiten, die sich aus dem aktuellen Referendum ergeben, um einer gleichlautenden alten Forderung aus 2012 zu einer Renaissance zu verhelfen. Der vfa malt, wie schon sein europäischer Dachverband vor über einer Woche, das Szenario der Unterversorgung mit Arzneimitteln an die Wand, sofern es in der Folge eines GREXIT zu einem Preisverfall bei Medikamenten in Griechenland kommen könnte.

    Ein generelles Exportverbot für Arzneimittel aus Griechenland ist europarechtlich nicht haltbar und es fehlt ihm jegliche sachliche Begründung. Seit dem Spitzenwert in den Jahren 2005/2006 haben sich Exporte parallelgehandelter Arzneimittel aus Griechenland mehr als halbiert. Lieferengpässen waren und würden auch in Zukunft im Kern auf die defizitäre staatliche Gesundheitskasse, die restriktive Belieferung durch die Hersteller sowie die schlechten Zahlungsbedingungen für Großhändler und Apotheken zurückzuführen sein, wie die Vorsitzende des Verbandes der griechischen Großhändler Markaki unlängst festgestellt hatte. Wenn der vfa also Griechenland helfen wollte, dann möge er bei seinen Mitgliedsfirmen um nachsichtigere Zahlungsziele für griechische Kunden werben. Zudem sind die Großhändler und Apotheken in Griechenland verpflichtet zunächst den heimischen Markt zu versorgen, bevor sie Arzneimittel ggf. in den Export geben. So hatte auch der griechische Herstellerverband vor einigen Tagen die Arzneimittelversorgung als gesichert bezeichnet. Einen Ausverkauf über den Export gibt es daher faktisch nicht.

    In diesem Zusammenhang weisen griechische Großhändler seit langem darauf hin, dass sie, sowie die von ihnen querfinanzierten Apotheken, für die Aufrechterhaltung der Versorgung u.a. auf die Liquidität aus den Exporten überschüssiger Ware angewiesen sind. Ein Exportverbot wäre daher auch aus griechischer Sicht kontraproduktiv.
    Es ist aus heutiger Sicht auch zu vermuten, dass die Hersteller bei einem Währungswechsel und/oder Preisverfall eher noch restriktiver nach Griechenland liefern und sich somit die Bezugsmöglichkeiten für Exporteure im Rahmen der Public Service Obligation weiter einschränken werden.

    Sofern es ausserhalb des regulären Marktes zu sogenannten Hilfslieferungen im Rahmen von humanitären Programmen für Griechenland kommen sollte, ist es für die Unternehmen des VAD eine moralische Selbstverständlichkeit diese Ware nicht zu beziehen.

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    18.06.2015
    Aussagen des BfArM Präsidenten nicht tragbar

    (Merzig, den 18.06.2015) – Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) widerspricht entschieden dem Präsidenten des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), in seiner Behauptung, dass „der Parallelimport das Einfallstor für Fälschungen“ sei. Dass der BfArM Präsident zudem keinen Grund mehr für die Importquote sieht, ist mit Blick auf die Einsparungen von 240 Mio. Euro und bei einem Potential von 340 Mio. Euro im Jahr nicht nachvollziehbar. Der VAD hält die Aussagen von Herrn Professor Dr. Broich umso bedenklicher, da er als Leiter des BfArM sehr wohl wissen müßte, dass der sogenannte Fälschungsskandal in Italien zunächst ein Skandal um gestohlene Arzneimittel und die mangelnde Sicherheit des Lieferweges zwischen Originalhersteller und Direktkunde ist. Hier ist eine differenziertere und ausgewogenere Kommunikation gefordert. Öffentliche berufs- oder industriepolitische Positionierungen, die zudem in unzulässiger und unbegründeter Weise eine einzelne Branche der legalen Vertriebskette diffamieren, sind weder sachgerecht noch stehen sie dem zu Neutralität und Objektivität gehaltenen Leiter einer Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit zu und sind somit nicht tragbar.

    Importeure sind im Gegenteil eine weitere Kontrollstufe in der legalen Lieferkette. So war es auch ein deutscher Importeur, der im Rahmen seiner Qualitätskontrolle den Fall aufdeckte und den Behörden meldete. Erst damit wurde in der Folge bekannt, dass sich staatlich zugelassene Großhändler in Italien mit krimineller Absicht an der Medikamentenhehlerei beteiligten und mit gefälschten Dokumenten eine scheinbar legale Lieferkette vortäuschten.

    Wie der VAD bereits in der Vergangenheit betont hat, liegt der eigentliche Skandal im Umgang mit den Diebstählen in Italien. Organisierte Kriminalität in Italien sowie die Untätigkeit des damals betroffenen Herstellers sowie der Umgang der italienischen Behörden mit dem Fall sind weder den deutschen Importeuren noch der Importförderung bzw. der Importquote anzulasten. Hätte der Hersteller die gestohlenen Herceptinchargen aus den Krankenhäusern und sogar ganzer LKW-Ladungen sofort in den Markt gemeldet, hätte die europäische Vertriebskette rechtzeitig und schneller reagieren können.

    Letztlich leisten auch die Importeure kohlpharma und EURIM als Vertreter ihrer Branche zusammen mit Herstellern, Großhandel und den Apotheken ihren Beitrag an dem Projekt securPharm.

    Hintergrund zu den Einsparungen: Mit einer Neuauflage der Prognos Studie „Import von Arzneimitteln – Einsparungen für das Gesundheitswesen in Deutschland“ legt der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) zum Jahreswechsel aktualisierte Erkenntnisse einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2007 vor. Neben der Quantifizierung der aktuellen Einsparungen durch verschreibungspflichtige Importarzneimittel von über 240 Mio. € p.a. sieht die Studie ein künftiges jährliches Einsparpotential von über 340 Mio. € für die Kostenträger.

    Wichtiger noch als die direkten Einsparungen sind die indirekten Ersparnisse durch den preisdämpfenden Wettbewerbseffekt des Imports. Schon bei Markteintritt und somit vor einer Nutzenbewertung sind die Hersteller eines neuen Arzneimittels bemüht, die Preisspreizung in Europa nicht zu groß werden zu lassen, um die Konkurrenz durch die Importeure zu erschweren. Schätzungen zufolge führt der Wettbewerbsdruck ab Markteintritt zu Minderausgaben von ca. 3 Mrd. Euro im Jahr.

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    11.05.2015
    Mit und nicht gegen Arzneimittelimporte arbeiten

    (Merzig, den 11.05.2015) – Der Bundesrat hat im Zuge des Bürokratieentlastungsgesetzes in seiner Sitzung vom 08. Mai 2015 einen Prüfantrag, die Importförderung nach § 129 Abs.1 Nr.2 SGB V zu streichen, abgelehnt. Damit ist ein weiterer Versuch interessierter Kreise gescheitert, die Importförderung und damit planbare Einsparungen in der Arzneimittelversorgung durch die Hintertür zu Fall zu bringen.

    Begründet wurde der Antrag aus Baden-Württemberg auch nicht im Sinne des Bürokratieabbaus, sondern mit dem in den letzten Jahren angeblich weitgehend verlorengegangenen Preisvorteil. Die existierenden Preisvorteile führen jedoch laut aktuellen Zahlen der PROGNOS-Studie zu Einsparungen von 240 Mio. Euro und weisen ein Potential von 340 Mio. Euro im Jahr auf. Der Antrag ist bis in den Wortlaut sehr ähnlich zu Äußerungen des dortigen LAV Vorsitzenden Fritz Becker und dem lokalen AOK Chef Dr. Christopher Hermann, der diesbezüglich innerhalb der Kassenlandschaft eine Einzelmeinung vertritt. Beide hatten sich bereits im vergangenen Jahr in einer ungewöhnlichen Koalition mit wechselnder Argumentation gegen die Importförderung zusammengeschlossen.

    Hatte der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates den eingeschobenen Prüfantrag formal noch durchgewunken, waren die versammelten Ministerpräsidenten im Plenum vom Antrag nicht überzeugt.

    Die Streichung der Importförderung hätte auch keine entlastende, sondern im Gegenteil eine zusätzlich belastende Wirkung für die Apotheken. Die Verpflichtung, preisgünstige Importe (15%/15 Euro-Regel) abzugeben, stellt eine klar geregelte Konkretisierung des Wirtschaftlichkeitsgebotes dar.

    Gäbe es diese nicht, könnten und müssten die Krankenkassen in jedem Einzelfall auf Grund des Wirtschaftlichkeitsgebotes prüfen, ob nicht die Abgabe eines preisgünstigeren Importarzneimittels möglich war. Die Apotheke wäre somit bei mehr Bürokratie einem zusätzlichen Retax-Risiko ausgesetzt.

    Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) fordert daher die Treiber hinter dem Antrag auf, im Sinne des Wirtschaftlichkeitsgebotes der Gesetzlichen Krankenversicherung mit Importen und nicht fortwährend gegen diese zu arbeiten und ein funktionierendes Sparinstrument im Sinne der Apotheken mit Leben zu füllen.

    Hinweis zur PROGNOS Studie: Mit einer Neuauflage der Prognos Studie „Import von Arzneimitteln – Einsparungen für das Gesundheitswesen in Deutschland“ legt der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) zum Jahreswechsel aktualisierte Erkenntnisse einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2007 vor. Neben der Quantifizierung der aktuellen Einsparungen durch verschreibungspflichtige Importarzneimittel von über 240 Mio. € p.a. sieht die Studie ein künftiges jährliches Einsparpotential von über 340 Mio. € für die Kostenträger.

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    26.01.2015
    Importe: größere Einsparungen und noch mehr Potential

    (Merzig, den 26.01.2015) – Mit einer Neuauflage der Prognos Studie „Import von Arzneimitteln – Einsparungen für das Gesundheitswesen in Deutschland“ legt der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) aktualisierte Erkenntnisse einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2007 vor. Neben der Quantifizierung der aktuellen Einsparungen durch verschreibungspflichtige Importarzneimittel von über 240 Mio. € p.a. sieht die Studie ein künftiges jährliches Einsparpotential von über 340 Mio. € für die Kostenträger.

    Im Detail ergibt sich für verschreibungspflichtige Medikamente im Jahr 2013 ein direktes Einsparvolumen in Höhe von 174 Mio. Euro und im Jahr 2014 von 222 Mio. Euro. Die indirekten Einsparungen bei den Importpräparaten ohne Originalbezug betrugen geschätzt weitere 18,5 Mio. Euro im Jahr 2013 bzw. 19,4 Mio. Euro im Jahr 2014.
    Der Vergleich mit der Vorgängerstudie auf Basis der Zahlen des Jahres 2006 zeigt, dass die Verbreitung der Rabattverträge nach § 130a Absatz 8 SGB V das Volumen der erzielten Einsparungen durch Importarzneimittel in absoluten Werten nicht gesenkt hat. So liegen die ermittelten direkten Einsparungen im Jahr 2014 nominell rund 100 Mio. Euro über denen aus dem Jahr 2006. Zunehmend werden von den Krankenkassen auch Rabattverträge über patentgeschützte Arzneimittel geschlossen. Diese stehen lediglich in Konkurrenz zu Importarzneimitteln. Insofern sind die Einsparungen, die die Krankenkassen bei diesen Rabattverträgen erzielen, zum Teil auf die Existenz von Importarzneimitteln zurückzuführen, da Originalhersteller mit dem Abschluss der Verträge versuchen, ihre Marktanteile zu erhöhen.

    Da im Zeitraum der Untersuchung Regulierungen bezüglich des Vertriebs von Arzneimitteln bestanden, fallen die realisierten Einsparungen geringer aus als das vorhandene Einsparpotenzial in einer Größenordnung von jährlich über 340 Mio. Euro. Damit wurden in der Vergangenheit bis zu 50 % des vorhandenen Einsparpotenzials nicht ausgeschöpft.

    Die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung ist und bleibt ein Dauerthema. Funktionierende Sparinstrumente werden daher auch weiterhin ihre Berechtigung haben und ggf. ausgebaut werden müssen, um die Arzneimittelkosten im Gesundheitswesen im Rahmen zu halten. In über 35 Jahren haben sich Importe als effektiver Wettbewerber im patentgeschützten Segment etabliert. Trotz der Verbreitung der Rabattverträge in den letzten Jahren hat das Volumen der erzielten Einsparungen durch Importarzneimittel zugenommen. Im Sinne des Wirtschaftlichkeitsgebots des Sozialgesetzbuchs werden sie auch in Zukunft ihren Anteil an den Sparbemühungen leisten.

    Gerade in den letzten beiden Dekaden sind ihr Umsatz, ihr Marktanteil und die durch sie bewirkten Ersparnisse auch durch die gezielte gesetzliche Förderung deutlich gewachsen. Zudem sind mehr und mehr Teilnehmer in diesen Markt eingetreten, die im Wettbewerb um die Gunst der Apotheker stehen. Wie ein Blick in die Lauer-Taxe zeigt, findet dieser Wettbewerb nicht zuletzt auf der Preisebene statt.

    In der Studie nicht betrachtet wurden die durch die Abgabe nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel an Kassenpatienten erzielten zusätzlichen direkten Einsparungen.

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    27.11.2014
    Keine Fälschungen aus Spanien

    (Merzig, den 27.11.2014) – Der VAD weist auf die mißverständlichen und zum Teil falschen Formulierungen in der aktuellen Meldung des PEI vom 26.11.2014 mit der Überschrift „Arzneimittelfälschungen in Spanien“ hin, die geeignet sind, Apotheker und Patienten vorschnell zu verunsichern.
    Fakt ist, dass nach Angaben der spanischen Behörde (AEMPS) bisher keine Manipulationen von illegal gehandelten Arzneimitteln bekannt geworden sind. Insofern ist bereits die Überschrift falsch und irreführend.

    Zudem gibt es in Spanien keine staatliche Subventionierung von Arzneimitteln. Der erzeugte Eindruck, dass mit spanischen Steuermitteln mitfinanzierte Arzneimittel ins Ausland verbracht wurden, ist falsch. Tatsächlich erheben Hersteller in Spanien einen günstigeren Inlandspreis und einen höheren Preis für exportierte Produkte. Das als Dual Pricing bekannte Procedere ist nach Auffassung des VAD europarechtswidrig und Gegenstand laufender Beschwerdeverfahren vor der Europäischen Kommission und spanischen Gerichten. Da aber als Folge des Dual Pricing Apotheken günstiger als Großhändler einkaufen, gibt es einen Rückverkauf von Apotheken an Großhändler.

    Das ist auch in Deutschland in Marktsegmenten gängige Praxis, in denen Apotheker günstiger als Großhändler einkaufen können, z.B. bei Generika und OTC-Präparaten. Dieser Handel zwischen Apotheken und Großhändlern bedingt keinerlei Sicherheitsgefährdungen, da sowohl Apotheken wie Großhändler gleichermaßen Fachleute im Umgang mit Arzneimitteln sind. Mit Arzneimittelfälschungen hat dieser Handel rein gar nichts zu tun.

    Die Mitgliedsfirmen des VAD haben ihre Arzneimittel ausschließlich von lizensierten Großhändlern bezogen, die nicht auf der Liste der Ermittlungsbehörden stehen. Diese Arzneimittel wären jedoch selbst dann legal bezogen worden, wenn sie aus Rückkäufen bei spanischen Apotheken stammen würden. Es besteht daher keinerlei Anlass, Apotheker und Patienten „vorsorglich“ zu verunsichern.

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    14.11.2014
    VAD entgegnet AOK BaWü

    (Merzig, den 14.11.2014) – Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands e.V.(VAD) reagiert in einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der AOK Baden-Württemberg, Herrn Dr. Christopher Hermann, mit Erstaunen auf dessen Aussage, die Importquote sei überholt und könne entfallen. Gleichzeitig unterbreitet der Verband ein Gesprächsangebot zur Aufklärung über die Faktenlage.

    In dem Brief weist der VAD u.a. darauf hin, dass es Importarzneimittel nunmehr seit fast 40 Jahren gibt. Gerade in den letzten beiden Dekaden sind ihr Umsatz, ihr Marktanteil und die durch sie bewirkten Ersparnisse deutlich gewachsen. Zudem sind mehr und mehr Teilnehmer in diesen Markt eingetreten, die im Wettbewerb um die Gunst der Apotheker stehen. Wie ein Blick in die Lauer-Taxe zeigt, findet dieser Wettbewerb nicht zuletzt auf der Preisebene statt.

    Außerdem bewirken Importe neben direkten Einsparungen aus den Preisunterschieden zu den jeweiligen Bezugsarzneimitteln Wettbewerb in dem Marktsegment der patentgeschützten Arzneimittel, das sich ansonsten Wettbewerb weitestgehend entzieht. Die AOK Baden-Württemberg hält beispielsweise zur Zeit alleine 13 Rabattverträge für patentgeschützte Substanzen, die Sie ohne Wettbewerb durch Importarzneimittel sicherlich nicht hätten abschließen können.
    Ein weiterer, allerdings schwer meßbarer Effekt, ist die Tatsache, daß der potenzielle Wettbewerb durch Importarzneimittel schon zum Zeitpunkt der erstmaligen Preissetzung der Originatoren eine Mäßigung bewirkt.

    Die Höhe der direkten Einsparungen durch Importe läßt sich leicht durch die Multiplikation der Preisunterschiede zu den jeweiligen Bezugsarzneimitteln mit der abgegebenen Menge der Importe berechnen. Auf Basis der Zahlen von Insight Health wird sich für das laufende Jahr eine Ersparnis von etwa 300 Millionen Euro ergeben, was ca. 1 % der Gesamtausgaben der Krankenkassen zum Apothekenverkaufspreis entspricht.

    Da der Apothekenverkaufspreis nicht der für die Krankenkassen maßgebliche Preis ist, sondern erhebliche gesetzliche und vertragliche Rabatte sowie der Apothekenrabatt abzuziehen sind, dürfte der reale Prozentsatz deutlich höher liegen. Es verwundert daher, daß die AOK Baden-Württemberg für sich lediglich eine Ersparnis von nur 0,3% berechnet.

    Ansonsten sind Importe in ihrer nunmehr fast 40-jährigen Geschichte, abgesehen von den Vorkommnissen der letzten Monate, nie dadurch aufgefallen sind, problematische Ware in den Markt gebracht zu haben. Im Gegenteil haben die Importeure immer einen sehr großen Wert darauf gelegt, alles dafür zu tun, die Sicherheit der durch sie vertriebenen Arzneimittel zu gewährleisten. So sind beispielsweise die Logistikleistungen einiger Importeure Vorbild für die gesamte Pharmaindustrie.

    Allerdings haben kriminelle Aktivitäten im gesamten europäischen Pharmamarkt an Bedeutung gewonnen. So kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Fälschungen der aktiven Substanzen bei sowohl Originalherstellern, wie Generikaanbietern. Der größte bisherige Fälschungsskandal in Deutschland bezog sich auf Omeprazol der Firma Hexal, das in die legale Handelskette gelangen konnte, weil Großhändler ein Schnäppchen machen wollten. Auch Diebstähle sind nicht lediglich ein Problem Italiens. Einem deutschen Pharmalogistiker ist eine größere Anzahl an Paketen gestohlen worden, die Arzneimittel unterschiedlichster Anbieter enthielten. Man muß davon ausgehen, daß diese Arzneimittel den Weg in die legale deutsche Handelskette gefunden haben.

    Importe sind somit keinesfalls ein besonderes Einfallstor für problematische Arzneimittel. Ganz im Gegenteil decken gerade Importeure bedingt durch ihren Produktionsprozeß problematische Arzneimittel auf. Schließlich nehmen die Mitarbeiter der Importeure jede einzelne Packung und deren Inhalt in die Hand.

    So war es auch ein Importeur, der ein verändertes Herceptin-Fläschchen entdeckte und damit den Skandal um in Italien gestohlener Ware in Deutschland überhaupt bekannt machte. Damit hat sich dieser Importeur um die Arzneimittelsicherheit nicht nur in Deutschland verdient gemacht.

    Natürlich hält nicht jeder Import einen Preisabstand von 15% oder 15 Euro ein. Das ist unter anderem Folge des Einkaufswettbewerbs deutscher und internationaler Importeure untereinander und zudem der Tatsache geschuldet, daß die Preise im Ausland nicht immer niedrig genug sind, um den in §129 SGB V geregelten Preisabstand einzuhalten. Allerdings zwingt auch keine Quote und keine sonstige gesetzliche Regelung den Apotheker zur Abgabe dieser Arzneimittel, die immerhin gleichwohl zu Einsparungen der Kassen beitragen.

    Einige wenige Importeure haben besonders in den Jahren 2011-2013 tatsächlich Arzneimittel angeboten, die auf Basis des für die Krankenkassen maßgeblichen Erstattungspreises teurer als die Bezugsarzneimittel waren. Unser Verband, sowie einzelne Mitgliedsunternehmen haben schon ab 2011 Kostenträger, die Politik und vor allem auch die Apotheker diesbezüglich aufgeklärt. Auch bezüglich dieser Arzneimittel gab es für die Apotheken keinen Abgabezwang. Wir haben die Apotheker im Gegenteil informiert, daß mit der Abgabe dieser Arzneimittel ein erhebliches Retaxierungsrisiko verbunden ist, das sich inzwischen auch in vielen Fällen realisiert hat.

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    28.10.2014
    VAD lässt Versorgungsvertrag überprüfen

    (Merzig, den 28.10.2014) – Der Verband der Arzneimittelimporteure (VAD e.V.) hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege mit der Bitte angeschrieben, den Arzneimittelversorgungsvertrag Bayern (AV-Bay) in der seit 01.10.2014 gültigen Fassung auf eine ergänzende Regelung zu Importen hin zu überprüfen, die die Abgabe für Apotheken erschwert. Für den VAD ist die ergänzende länderspezifische Regelung über die Abgabe von Importen durch die Apotheken in Bayern nichtig, da der bundeseinheitliche Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung nach § 129 Abs. 2 SGB V eine solche Regelungsbefugnis explizit verneint und darüber hinaus die in Kritik stehenden Regelungen dem Rahmenvertrag bzw. dem vorrangigen Bundesrecht widersprechen.

    So hatte der Bayerische Apothekerverband (BAV) mit seinen Vertragspartnern geregelt, dass bei Verordnung eines Arzneimittels mit dem Zusatz „Import“ eines der drei preisgünstigsten, wirkstoffgleichen Arzneimittel abgegeben werden muss. Nach der bundeseinheitlich geltenden Regelung des Rahmenvertrages hat der Apotheker jedoch die Wahl zwischen allen Importarzneimitteln, deren für die Krankenkassen maßgeblichen Erstattungspreise unterhalb des Erstattungspreises des Bezugsarzneimittels liegen. Das Gleiche gilt für die Verordnung eines konkreten Importarzneimittels. Auch hier soll nur zwischen diesem und den drei preisgünstigsten gewählt werden dürfen. Tatsächlich kann der Apotheker auch in diesem Fall jedes Importarzneimittel abgeben, dessen Erstattungspreis unterhalb des Erstattungspreises des originär verordneten Importarzneimittels liegt.
    Zudem soll der Austausch zwischen Import und Original oder umgekehrt auch bei Kennzeichnung des Aut-idem Feldes durch den Vertragsarzt zulässig sein. Auch hier soll einem vorhandenen rabattbegünstigten Präparat der Vorzug gegeben werden.

    Damit stellt sich der Vertrag gegen das Retax-Urteil des Sozialgerichtes Koblenz vom 07.01.2014, dass auch für den Importbereich der ärztlichen Therapiehoheit und Verschreibung Vorrang vor einem Rabattvertrag bestätigte.
    Das Gericht entschied in dem Fall unter Auslegung des § 129 SGB V zugunsten des Apothekers sowie im Sinne des Patienten. Die Therapiehoheit der Ärzte blieb gewahrt und die Apotheker sollten endlich Rechtssicherheit bekommen. Der AV-Bay hebelt in der Konsequenz das vorrangige Bundesrecht ohne Befugnis und zu Lasten der Apotheker aus.

    Über die konkrete Prüfanfrage an das zuständige Gesundheitsministerium hinaus kritisiert der VAD weitere Regelungen, die negative Folgen für die Apotheken haben können.
    So erlaubt der Vertrag den Apothekern bei Nichterreichbarkeit des verordneten Arztes eine eigenständige Änderung des Rezeptformulars hinsichtlich Menge oder Wirkstärke. Hier gehen die Vertragsparteien das Risiko ein, sich im Bereich der durchaus strafrechtlich relevanten Urkundenfälschungen bzw. Urkundenunterdrückung zu bewegen.

    Der Vertrag erlaubt, dass Regelungen über eine erweiterte pharmaökonomische Verantwortung getroffen werden können. Dies kann nur zum Nachteil des Apothekers sein.
    Ebenso werden Auskunftspflichten bezüglich Einkaufspreise begründet, die das Fünfte Sozialgesetzbuch lediglich für den Sonderfall der Parenteralernährung kennt.

    Zuletzt geht die Regelung über die gesetzlichen Anforderungen des Umsatzsteuergesetzes hinaus, wenn vom Apotheker neben einer Papierrechnung auf Verlangen der Krankenkasse noch zusätzlich eine digitale Rechnung angefordert werden kann.

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    10.10.2014
    „Vor der eigenen Haustür kehren“

    VAD widerspricht vfa

    (Merzig, den 10.10.2014) – Der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD e.V.) widerspricht der Hauptgeschäftsführerin des vfa, Frau Birgit Fischer, in ihrer Einschätzung, dass Arzneimittelimporte an sich die „Achillesferse in der sicher geschlossenen Lieferkette“ sind.

    Importe sind im Gegenteil eine weitere Kontrollstufe in der Lieferkette. So war es auch ein deutscher Importeur, der die manipulierten Herceptinfläschen über einen italienischen Großhändler zwar bezog, aber erkannte und den Behörden meldete. Erst damit wurde in der Folge bekannt, dass sich staatlich zugelassene Großhändler in Italien mit krimineller Absicht an der Medikamentenhehlerei beteiligten und mit gefälschten Dokumenten eine scheinbar legale Lieferkette vortäuschten.

    „Der eigentliche Skandal liegt im Umgang mit den Diebstählen in Italien“, so Jörg Geller, Vorstandsmitglied des VAD. „Hätte das vfaMitglied Roche den Diebstahl u.a. seiner Herceptinchargen aus den Krankenhäusern und sogar ganzer LKW-Ladungen sofort in den Markt gemeldet, würden wir heute nicht diese Diskussion führen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Hersteller hier monetäre und wohl auch Imagegründe vor die Sicherheit der Lieferkette und am Ende die Sicherheit der Patienten stellt. Bezüglich höherer Anforderung an die Sorgfalt ist hier zunächst vor der eigenen Haustür zu kehren“, so Geller weiter.

    Zudem fordert Frau Fischer die Importförderklausel auf den Prüfstand zu stellen und begründet dies damit, dass die deutschen Preise gegenwärtig unter den europäischen Durchschnitt gerutscht wären und das AMNOG alleine den Preisdruck übernommen hätte. „Wenn dem so wäre, hätte sich der Import von alleine erledigt. Im Gegenteil ist 2014 der Marktanteil der Importe im Vergleich zu 2013 nochmals gestiegen. Die europäische Preisspreizung ist noch immer da und sie ist groß genug für Einsparungen durch Importarzneimittel“, so Geller.

    Hintergrund:
    Auf Basis der Zahlen von Insight Health für die Monate Januar bis August 2014 werden in 2014 hochgerechnet etwa 37 Millionen ImportPackungen mit direkten Einsparungen von rund 300 Millionen Euro in Deutschland abgegeben. Die direkten Einsparungen durch Importe sind damit etwa doppelt so groß wie die Einsparungen aus der frühen Nutzenbewertung für 2013.
    Wichtiger noch als die direkten Einsparungen sind die indirekten Ersparnisse durch den preisdämpfenden Wettbewerbseffekt des Imports. Schon bei Markteintritt und somit vor einer Nutzenbewertung sind die Hersteller eines neuen Arzneimittels bemüht, die Preisspreizung in Europa nicht zu groß werden zu lassen, um die Konkurrenz durch die Importeure zu erschweren. Schätzungen zufolge führt der Wettbewerbsdruck ab Markteintritt zu Minderausgaben von ca. 3 Mrd. Euro im Jahr.

    Um die legale Vertriebskette noch sicherer zu machen, leisten die Importeure kohlpharma und EURIM als Vertreter ihrer Branche zusammen mit Herstellern, Großhandel und den Apotheken ihren Beitrag an dem Projekt securPharm.

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